Mutter-Text_Und_Musik-(CH075)-DE-CD-FLAC-2014-k4

Section
MP3/FLAC
Group
k4
Size
274,22 MB
Files
12
Date
2014-09-22

NFO

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         a r t i s t :: Mutter
           t i t l e :: Text Und Musik
             d a t e :: 2014-00-00
           l a b e l :: Clouds Hill
           g e n r e :: Indie
         s o u r c e :: CD
       b i t r a t e :: 905 kbps avg
       e n c o d e r :: FLAC 1.2.1 -8 -V
         t r a c k s :: 9
     p l a y t i m e :: 42:24
             s i z e :: 273.4MB


        tracklist

  1   Frⁿher Oder SpΣter                      4:19
  2   Wer Hat Schon Lust So Zu Leben          4:04
  3   Qui?                                    6:53
  4   Am Abend                                5:29
  5   Land Der Freien Waffen                  4:21
  6   Fehler                                  2:40
  7   Ihr Kleines Herz                        4:18
  8   So Viel Platz                           4:49
  9   Ich Will Nicht Mehr Als Das             5:31




        releasenotes

    Mutter ist eine der wenigen Gruppen in diesem Land, die dessen
  Befindlichkeiten vollkommen wertfrei festzustellen vermag û seit annΣhernd 30
  Jahren, auf dem nunmehr zw÷lften Album. "Text und Musik" strotzt indes vor
  klanglicher Milde und entfacht vermutlich sΣmtlichen in den Hintergrund
  gerⁿckten LΣrm erst auf offener Bⁿhne. Als jedermanns Liebling taugt es
  trotzdem nicht. Dafⁿr singt Max Mⁿller immer noch zu vorbehaltlos ungelenk,
  dagegen sprechen seine grundehrlichen Texte: "Am Abend gehen wir aus und sehen
  die anderen wie uns selbst." Was natⁿrlich niemand h÷ren will.

  Das unzureichende Bild, das sich demnach ein jeder von der Welt und von den
  Menschen macht, kann aber nur sein eigenes bleiben, der Spiegel seines
  Inneren, seiner UnzulΣnglichkeiten. Was ich bei anderen nicht ertrage, hat vor
  allem mit mir selbst zu tun, weil ich es mir vielleicht nicht eingestehen
  m÷chte oder kann. Erkenntnisse, die in dem nivellierenden
  Gruppenzwangsgewitter vergehen, dem wir uns als Gesellschaft unterworfen
  haben. Stattdessen treten bizarr sinnfreie Aktionen wie Eiswasser-Duschen als
  virulenter Ablasshandel zu Tage oder es werden schlimmstenfalls die ⁿblichen
  Sⁿndenb÷cke durchs Dorf getrieben. Nur dass Mutter diese Dinge eben nicht
  partout Σndern, sondern vielmehr die Wahrnehmung ihrer Zuh÷rer dafⁿr schΣrfen
  wollen, auf dass sie solcherlei ZusammenhΣnge ⁿberhaupt erkennen und die fⁿr
  sich richtigen Schlⁿsse aus ihnen ziehen k÷nnen. Mⁿndigkeit als echte
  Alternative, nicht blo▀ als trⁿgerische Pose.

  Trotz mehrerer Umstellungen im Bandgefⁿge sind die Berliner ihrem
  grundsΣtzlichen Klangspektrum treu geblieben, bieten Diskurs-Rock mit sachten
  Noise-Unterfⁿtterungen und manch alterspunkigem Dorn im Ohr. Allein die
  musikalischen Aszendenten haben ⁿber die Jahre ihre Positionen getauscht, weg
  vom Krach frⁿher Sonic Youth sowie dem Zuviel an elektronischen Sperenzchen,
  hin zum organischen Pop der neueren Blumfeld und wieder zurⁿck. Das Ergebnis
  klingt verfⁿhrerischer, aber deshalb keinen Deut weniger irritierend. So
  erinnert "Ihr kleines Herz" an eine Indierock-Miniatur der Sterne, inklusive
  prΣgnantem Funk-Gitarrenlick. Letzteres mag dem bet÷renden "So viel Platz"
  wiederum fehlen, aber die eingeschlagene NΣhe zu Frank Spilkers Liedern wird
  zunΣchst beibehalten, um im Finale "Ich will nicht mehr als das" dann unter
  der Devise "SelbstbeschrΣnkung aus" noch einmal in eine doomige
  Post-Punk-Starre zu verfallen, als sei vorher nichts gewesen.

  Dabei bedient sich "Text und Musik" auch sonst einer Vielzahl von Einflⁿssen
  zwischen gelΣuterten Schweisser und der Eindringlichkeit eines Rio Reiser, sei
  es nun bewusst oder eher zufΣllig. "Qui?" ⁿberrascht gar als siebenminⁿtiges
  Versprechen einer Kante-Meditation, die auf einen imaginΣren H÷hepunkt
  zustrebt, ihn aber nie erreicht, weil keiner wei▀, wer bei diesem herrlichen
  Stⁿck Frⁿhlingserwachen ⁿberhaupt singen soll. Dennoch hallt es als einziges
  Instrumental gewaltig nach, mit seinen akustischen Gitarrentupfern und einer
  Querfl÷ten-Begleitung wie zu uralten Kraftwerk-Zeiten: scheinbar sinnlos, weil
  ohne echte Dramaturgie, aber zugleich voller aufmunterndem Trost. Eben diese
  DualitΣt ist es schlie▀lich, die Mutter ausmacht. Hier werden Makel und Fehler
  nicht einfach ausgesperrt, sondern als Teile des Ganzen begriffen, die man fⁿr
  sich akzeptieren und annehmen muss, will man zum Kern aller Antworten
  vordringen. Wobei es sicherlich f÷rderlich wΣre, ⁿberhaupt erst einmal die
  richtigen Fragen stellen zu k÷nnen. Wer Mutter hΣufiger zuh÷rt, kann ein
  eigenes Gespⁿr dafⁿr entwickeln. Die reine Lehre der vielschichtigen
  Eindeutigkeit, sozusagen. Meine Hochachtung, Dozent Mⁿller.

  http://www.muttermusik.de



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Mutter-Text_Und_Musik-(CH075)-DE-CD-FLAC-2014-k4

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02-mutter-wer_hat_schon_lust_so_zu_leben.flac27,46 MB
03-mutter-qui.flac40,60 MB
04-mutter-am_abend.flac36,48 MB
05-mutter-land_der_freien_waffen.flac30,42 MB
06-mutter-fehler.flac17,46 MB
07-mutter-ihr_kleines_herz.flac26,88 MB
08-mutter-so_viel_platz.flac31,52 MB
09-mutter-ich_will_nicht_mehr_als_das.flac34,42 MB