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::k4:
a r t i s t :: Locas In Love
t i t l e :: Kalender
d a t e :: 2015-00-00
l a b e l :: staatsakt
g e n r e :: Indie
s o u r c e :: CD
b i t r a t e :: 244 kbps avg
e n c o d e r :: LAME 3.98.4 -V 0
t r a c k s :: 13
p l a y t i m e :: 49:27
s i z e :: 86.37MB
tracklist
1 All Meine Grosseltern 2:06
2 Neues Alphabet 3:45
3 Ultraweiss 3:37
4 Abstract Machine 1:49
5 Ich Bin Eine Insel 3:46
6 35 Tausend Millionen 6:18
7 Oh! 3:34
8 Ruinen 4:40
9 Gebet 4:29
10 We Are Cyborg! 1:33
11 Ich Werde Ein Lied Fⁿr Alle Schreiben 4:05
12 Gute Nacht 6:50
13 Excellent Holiday Theme (Bonus) 2:55
releasenotes
Protokoll des Geheimchats der Plattentests.de-Endredaktion beim
Social-Media-Riesen mit dem Daumen vom 5.11.2015 û Bremmer (13:45 Uhr): "Ich
habe gerade so gar nichts wirklich Interessantes zu h÷ren. Auch die neue Locas
In Love macht mich nicht an." Holtmann (13:47 Uhr): "Locas In Love wⁿrden mich
auch nicht anmachen." Zwischen diesem GesprΣch und der Abgabe dieser Rezension
sind nunmehr vier Tage vergangen. Nach der wochenendlichen Endlosschleife von
"Kalender" musste der Rezensent seine Meinung allerdings deutlich nach oben
korrigieren. Und Kollege Holtmann ("Wie unendlich schei▀e ist denn bitte Adam
Angst?") und Kollege Bremmer ("Adam Angst ist mein absolutes Highlight 2015.")
sind wohl mal wieder nicht so ganz einer Meinung. Letzterer ist nΣmlich
eigentlich ein gro▀er Fan von Locas In Love. Und wenn die K÷lner wie heuer,
2015, gleich zwei Alben ver÷ffentlichen û neben "Kalender" auch noch "Use your
illusion 3 & 4" im Frⁿhjahr û dann freut er sich wie bl÷d.
Der Opener "Alle meine Gro▀eltern" erwischt einen, sobald man sich darauf
einlassen kann, ganz eiskalt: "Mittlerweile sind all meine Gro▀eltern tot",
lautet der Einleitungssatz. Locas In Love stellen den Verfall an die Front
ihres Albums, um vom absoluten Nullpunkt elf weitere Songs lang wieder
aufzubauen. In "35 Tausend Millionen" sprechen die K÷lner von der
Austauschbarkeit von allem und jedem und vom begleitenden Fluch wie Segen. Die
gezupfte Gitarre wird im Chorus von stⁿrmischen Drums und dramatischer Orgel
umgarnt. Bj÷rn Sonneberg interpretiert mehr im Spoken Word als im Gesang und
kommt schlie▀lich zur Konklusion: "Mir wurde beigebracht, dass alles ersetzbar
ist / Ich glaube es nicht." These zerst÷rt!
Das mit Kirchenglocken in die Wirrungen des ─therischen verschobene "Oh!"
hingegen m÷chte die depressive Stimmung nicht ablegen. "Es gibt kein richtiges
Leben im Bⁿrgerlichen", zitiert die singende Stefanie Schrank Adorno nur
halbrichtig und fΣhrt fort: "Und ich mach mir solche Sorgen." Diesen Missstand
soll "Gebet" beheben: "Herr Jesus leg Deine heilenden HΣnde auf meinen Kopf",
wird da Richtung Himmel gefleht und etwas neckisch mitgegeben: "Wenn Du das
schaffst, glaub ich an Deine Kraft." Dass Glaube so nicht funktionieren kann,
wissen Locas In Love selbst, aber die reinigende Wirkung des einfachen
Aussprechens der Hoffnung ist unbestreitbar und macht so vieles wieder ganz.
Die zweite Chance fⁿr das neue Werk jedenfalls hat sich gelohnt, denn Locas In
Love machen so weiter wie bisher: Es sind diese kleinen Weisheiten, die sie
immer so ganz beilΣufig einstreuen und das Herz aufhorchen lassen û man muss
nur die passende Stimmung finden. Locas In Love ⁿberzeugen schlicht damit,
dass die Gruppe von Dingen spricht, die ganz nah am echten Leben dran sind,
dass sie eine Musik schafft, die oft von ganz unten kommt, aber immer wieder
das Licht findet, dass man als H÷rer mitleidet und sich mitfreut, dass man
sich selbst wiederfindet, wenn es um Krisen wie H÷hepunkte geht. Kaum eine
andere deutsche Band kann solche Thematiken formulieren, ohne dem Kitsch zu
verfallen und sich dabei in einem musikalischen Rahmen zu bewegen, der
zwischen Rock und Pop v÷llig ausgeklⁿgelt daherkommt. Soll der Holtmann doch
sagen, was er will.
http://www.locasinlove.de
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Locas_In_Love-Kalender-(AKT769)-CD-Limited_Edition-DE-2015-k4