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/:: Artist :: Diaroe ::\
:: Album :: Das Eskalat ::
:: Year :: 2013 ::
:: __ _ _ __ ::
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:: \ / ::
:: . Genre :: Death Metal Source :: CDDA . ::
:: Label :: n/a R.date :: 20.12.2015 ::
_::__ Cat.nr. :: n/a Size :: 62,9 MB __::_
::// \\::
::/---------------------------------------------------------------------\::
:: ::
/: Encoder :: LAME 3.98.4 -V0 :\
..: Bitrate :: 278kbps : .
. Quality :: 44,1kHz/Joint-Stereo .
. .
Website :: https://www.facebook.com/diaroe/?fref=ts
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+/ -\------- | | ----\ tracklist /---- | | -------/- \+
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:: 01. Am Ende Bleibt... 03:00 ::
:: 02. ...Das Eskalat 03:04 ::
:: 03. Habgier 02:47 ::
:: 04. Sexuelle Verwahrlosung 03:44 ::
:: 05. Die Retardierung 02:34 ::
:: 06. Alkoholwahnsinn 03:09 ::
:: 07. Vater Unser 02:24 ::
:: 08. Blutige Ernte 03:33 ::
:: 09. I.V.G.N.E.D.V.N.V.B.H. 04:01 ::
:: 10. Logout 03:14 ::
:: ------- ::
.. >> 31:30 min ..
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+/ -\------- | | ----\ release notes /---- | | -------/- \+
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:: Frueher war alles besser. Da war es noch ein Kinderspiel, ::
:: Spreu von Weizen zu trennen, die Szene uebersichtlich. ::
:: Mittlerweile duerfte jedes noch so kleine Kaff neben Wirt ::
:: und Kirche auch auf eine dorfeigene Kapelle verweisen ::
:: koennen, seltener im sakralen Bereich angesiedelt. Viel ::
:: lieber wird der Tristesse des Alltags mittels Gewummere und ::
:: Geholze der Garaus gemacht, die Folge: Brutal-Death-Partien ::
:: gibtÆs mittlerweile wie Sand am Meer, mit dem Unterschied ::
:: jedoch, dass warmer Sand û solang nicht in der Kimme ::
:: eingenistet û stets angenehme Emotionen evoziert. ::
:: Musikalisch wird jedoch gerne nicht nur Band und oder Titel ::
:: nach Duennschiss (und anderen aehnlich gustioesen Sekreten) ::
:: benannt, sondern selbiger auch produziert. ::
:: ::
:: DIAROE û ein Fall fuer Actimel, Erwachsenenwindel oder ::
:: Korken? Keinesfalls. Erinnert sich noch wer der aelteren, ::
:: vielleicht auch der juengeren Semester an 1994, als die ::
:: Berliner ORTH erstmalig mit ein bisschen Breitenwirkung auf ::
:: sich aufmerksam machten? äLeichenschmausô der Name der EP, ::
:: zwar nur zwei dahingeholzte Stuecke, dafuer kein schnoedes ::
:: Fast Food, wo die bildliche Darstellung Gusto, das ::
:: tatsaechliche Produkt kotzen machte. Nein, da wurde die ::
:: ehrwuerdige amerikanische Schule gekonnt aufs ::
:: deutschsprachige Festland geholt, nicht unaehnlich den ::
:: Sachsen OBSCENITY oder auch den Schweizern SICKENING GORE ::
:: und SILENT DEATH û die allesamt insbesondere CANNIBAL ::
:: CORPSE und MALEVOLENT CREATION Tribut zollten, letztere ::
:: sogar kurzfristig mit Brett Hoffmann am Mikro. ::
:: Als eine der wenigen jedoch setzten ORTH auf die deutsche ::
:: Sprache, ansonsten doch eher bei heimatverbundenen ::
:: Pandabaeren en vogue. Dass dies auch funktionieren kann, ::
:: bewiesen letztes Jahr erst wieder ueberaus deutlich die ::
:: Oesterreicher MOLOKH mit ihrem Zweitling äFeuertaufeô û und ::
:: eben auch DIAROE, die mit äDas Eskalatô nach drei Demos ::
:: (2007, 2008, 2011) final den Schritt auf die lange Distanz ::
:: wagen.s ::
:: ::
:: Das Fazit: Starker Start, kein vorschnelles Lusttroepfchen, ::
:: Huerden werden gekonnt gemeistert, punktgenaue Kurvenlage, ::
:: unter der Adidas-Sohle ein fieses Staubwoelkchen, dass die ::
:: Nacheilenden in die Irre leitet, Zieleinlauf ohne Einlauf, ::
:: das flutscht. Neben einem Songwriting, das durchaus mit ::
:: etablierten, internationalen Kuenstlern mithalten kann, ::
:: darf man DIAROE vor allem auch eins zugutehalten: Eine ::
:: Produktion aus dem anno dazumal. Da wird nicht heillos ::
:: getriggert, mit Harmonizern geliebaeugelt oder der Panzer ::
:: zum Loudness War getrieben. Nein, man setzt dort an, wo ::
:: CANNIBAL CORPSE, DEICIDE und MORBID ANGEL mit ihren ::
:: Fruehwerken Pionierarbeit lieferten und holt jene ins neue ::
:: Jahrtausend: Knackig und erdig, wird viel Wert auf ::
:: Differenz gelegt, wobei aber gerade der deutliche Basssound ::
:: nicht selten an äThe Bleedingô denken macht. Dadurch wirken ::
:: die selten eingesetzten Slam-Parts auch nicht äneoô und ::
:: tausendmal gehoert, sondern als gekonnte Abwechslung ::
:: zwischen Dissonanz und tightem Schnellschritt-Marsch. ::
:: Abwechslung wird freilich auch in der Stimmlage ::
:: grossgeschrieben û auf Dauer kann es ja doch ziemlich ::
:: langweilig werden, das Mikro als Darmverschluss zu ::
:: verwenden und danach auch zu klingen. Christian weiss ::
:: vielmehr, nicht nur textlich gekonnt Sozialkritik zu ueben ::
:: (Barney laesst gruessen), sondern begibt sich mit seiner ::
:: Stimme gewissermassen auch auf eine Metaebene und zeigt der ::
:: Grummelgranz-Gemeinde, dass Diversitaet fuer mehr Wumms ::
:: sorgt û man denke sich, Glen Benton und David Vincent ::
:: haetten gemeinsam ein Kind gezeugt und das waere ziemlich ::
:: pissed ob voller Windel: Willkommen im trauten Heim der ::
:: Jungfamilie DIAROE. Dass dabei Vers- respektive Reimschema ::
:: keinen Germanisten hinter dem Ofen hervorlocken wuerde, sei ::
:: hier nebensaechlich zwar erwaehnt, aber nicht jede ::
:: Formation braucht einen Lindemann. ::
:: ::
:: äAm Ende bleibt ...ô? DIAROE gelingt ueber die komplette û ::
:: wenn auch kurze und buendige û Spieldauer hinweg zu ::
:: fesseln, stets äcatchyô Strukturen abzuliefern, ohne dabei ::
:: an Brachialitaet zu verlieren û oder gar mittels ::
:: ueberbordender Technik ein Fragezeichen nach dem anderen ::
:: heraufzubeschwoeren. Vielmehr wird hier potenziert, was ::
:: andernorts fuehrerlos in den Graben gelenkt wird. Ende gut, ::
:: alles gut ::
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