a r t i s t : Kante
t i t l e : Die Tiere Sind Unruhig
d a t e : 2006
l a b e l : Labels
s o u r c e : CDDA
g e n r e : Revival
t r a c k s : 07
b i t r a t e : VBRkbps
s i z e : 71,0 MB
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New album from Kante mixed by the guy who mixes The Strokes
and The Hives. it's a bit more rock and not as experimental as
their older albums
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Wir bringen tatsaechlich ein neues Album raus, am 4. August
kommt es, glaube ich. Davor gibt es und eine 10-inch als
Single.
Die Platte heisst "Die Tiere sind unruhig". Sie ist sehr
rockorientiert geraten, ja man koennte geradezu sagen: heftig,
so richtig fett. In diese Richtung jedenfalls. Unser irrer
Produzent Moses Schneider sagt: "Das klingt wie eine Mischung
aus Queens of the Stoneage und Chicago". Da wir mal als
"Postrockbandô angefangen haben, wird das sicherlich einige
Leute erstaunen. Es gibt nur 7 Stuecke, aber alle sind lang,
zwischen 6 und 10 Minuten. Moses sagt: "Das ist echt ein
WERK.ô Uns hat es vor allem extrem viel Spass gebracht.
Nach der vorherigen platte "Zombi", die extrem durchdacht und
ausbalanciert war, war uns diesmal wichtig, mehr
Zuegellosigkeit, Spass und Energie walten zu lassen, als alles
bis ins letzte zu durchdenken.
Nach "Zombi" waren wir innerhalb der Band ganz schoen am Ende,
haetten uns beinahe aufgeloest. Und wider alle Erwartungen
haben wir dann beim Proben zur neuen Platte und im Studio so
viel Spass wie noch nie miteinander gehabt. Was wahrscheinlich
damit zu tun hat, dass wir den
ädiese-Platte-muss-ein-Meisterwerk-fuer-die-Ewigkeit-werden"-G
edanken, dem wir bisher nicht ganz abgeneigt waren (und der
sich in Hamburg moeglicherweise einer gewissen Beliebtheit
erfreut), sanft beiseite geschoben haben und uns vor allem
darauf konzentriert haben: Was macht Spass? Was koennen wir
zusammen geil spielen? Wo ist die Energie, gerade jetzt? Und
ich denke dieses Gefuehl haben wir ganz gut eingefangen. Es
geht um Hitze, Ruhelosigkeit, Umbruch; und dabei dennoch einen
realistischeren, dem Leben entsprechenden Blick auf die Dinge
zu gewinnen. Statt himmlischer Liebe eine, wie Ingmar Bergman
sagt, irdische und unvollkommene Liebe zueinander zu leben.
Was keine abgeklaerte Altersweisheit ohne weitere Fragen
meint. Vielleicht so in etwa.
Die Platte ist zu groessten Teilen live im Studio aufgenommen,
kaum Overdubs (bis auf ein grosses Orchester fuer 3 Stuecke).
Aufgenommen, gemischt und geprobt haben wir in erster Linie in
Berlin, was auch neu ist, bisher sind wir fast nie aus Hamburg
rausgekommen, wennÆs ums aufnehmen ging. Produziert hat es,
wie gesagt, Moses Schneider, ein herrlicher Vogel aus
Berlin-Kreuzberg, der sein Handwerk bis ins letzte beherrscht
und sonst Bands wie Beatsteaks und Tocotronic produziert.
Einer der wunderbarsten Menschen, denen wir begegnet sind.
Toningenieur waehrend der Liveaufnahmen war Torsten Otto, ein
alter Bekannter von uns, Ex-HH-Lokstedter, jetzt Kreuzberger,
absolut geniale Type, er hat den grossartigsten Sound auf Band
gebracht, den ich bisher so gehoert habe. Gemischt hat der
Schwede Michael Ilbert, der sonst Bands wie "the Hives",
"Kaiser Chiefs", "Hellacopters", "Supergrass" etc. mischt und
produziert. Die Profis im Rockbiz nennen das "Schwedensound".
Was uns in unserer Musik interessiert? Natuerlich tausend
verschiedene Sachen, aber vor allem, im
Moment: rohe Energie. Das erste Gefuehl, der erste Augenblick.
Worauf es ankommt? Spass. Wobei Spass bei jeder/m
moeglicherweise anders entsteht. Also nicht so leicht zu
sagen. Vielleicht, abgelatschtes Wort, aber etwas daran
stimmt: Magie (wenn die Wahrnehmung das Bewusstsein
uebersteigt, vielleicht?)
Wer spielt mit?
Sebastian Vogel (er und ich spielen zusammen seit wir beide 16
sind, also seit ca. 17 Jahren; eine alte Ehe): Drums;
ich, Peter Thiessen: Gesang und Gitarre, Kontrabass, manchmal
Piano;
Felix Mueller: Gitarre, manchmal Percussions, diesmal rappt er
auf einem Stueck als Tuersteher der Hoelle;
Thomas Leboeg: Keyboards, Klavier;
Florian Duerrmann: Bass und Lapsteelgitarre (seit dieser
Platte erst dabei, alter Kumpel von uns aus Duesseldorf,
Spitzentyp, ich hab sogar schon gehoert: Frauentyp. Seit er
dabei ist, ist die Band so richtig rund).
Unsere Zusammenarbeit? In der Regel schreibe ich die Stuecke,
mache am Rechner eine Vorproduktion, in der schon Ideen fuer
Bass, Schlagzeug, evtl. Streicher, Blaeser, Keyboards
skizziert sind. Das bekommen die anderen zum Hoeren, dann
Treffen im Proberaum, einfach mal losspielen und dann, wennÆs
ein geiles Stueck ist, kommt eines zum anderen, an allem wird
rumgeschraubt, neue Ideen tauchen auf, alles wird
umgeschmissen und dann ist es irgendwann fertig. Frueher war
das Material, mit dem ich in den Proberaum kam, sehr viel
bruchstueckhafter, diesmal war alles schon recht weit
formuliert. Es gibt ein nicht leicht fassbares Verhaeltnis
zwischen Diktatur, Demokratie und Freakness in so einer Band.
Wir haben uns einige Jahre damit extrem gestresst, so etwas
wie eine Banddemokratie herzustellen, diesmal habe ich die
Dinge staerker in die Hand genommen, merkwuerdigerweise hat
aber gerade das dazu gefuehrt, dass ein Bandgefuehl entstanden
ist, das selten staerker war. Felix und Thomas haben jeweils
ein Stueck beigesteuert.
Welche Themen mich interessieren diesmal?
Hitze, Hitze, Hitze, Gewitter, Menschen, Tiere, Apokalypse,
irdische, unvollkommene Liebe, Sex in einer langen Beziehung.
Sich an den Gedanken gewoehnen, dass Zweifel, Verzweiflung,
Wut, Zorn, Gefuehle von verlassen-sein,
mit-nichts-etwas-zu-tun-haben, Euphorie, mit dem was man
Jugend nennt, nicht aufhoeren. Dass der Zweifel bleibt. Dass
man ohne ihn moeglicherweise auch gar nicht leben moechte.
Dass man das Unvollkommene lieben kann, vielleicht sogar
nichts anderes lieben kann, vielleicht auch in einem
politischen Sinn. So ungefaehr jedenfalls in aller Kuerze.
Das Cover hat uebrigens wieder Ruth May, Kuenstlerin und
nebenbei meine Ehefrau gemacht: ein roter, bannerhafter Stoff
mit ineinander verbissenen Baeren mit leichtem
Revolutionschick.
Es gibt auch eine Studiodokumentation von Cornelia Cornelsen,
die uns im Studio mit Kamera begleitet hat und tolle Fotos von
Dorle Balburg: wir in Tierkostuemen, Braunbaer, Schwarzbaer,
Pandabaer, Gorilla, Loewe, Igel. Schoen und beknackt
Soweit erstmal, ich muss jetzt mal raus, die Blumen giessen.
Herzlichen Gruss,
Peter
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01-Die Tiere Sind Unruhig [06:03]
02-Ich Hab's Gesehen [05:34]
03-Nichts Geht Verloren [08:15]
04-Die Groesste Party Der Geschichte [06:52]
05-Die Wahrheit [06:50]
06-Ducks and Daws [05:16]
07-Die Hitze Dauert an [09:12]
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48:02 min