Kante--Die_Tiere_Sind_Unruhig-(Labels)-Advance-DE-2006-UKi

Section
MP3/FLAC
Group
UKi
Size
71,06 MB
Files
7
Date
2006-06-28

NFO

      a r t i s t : Kante
        t i t l e : Die Tiere Sind Unruhig
          d a t e : 2006
        l a b e l : Labels
      s o u r c e : CDDA
        g e n r e : Revival
      t r a c k s : 07
    b i t r a t e : VBRkbps
          s i z e : 71,0 MB

   _______________________________________________________________________

     New album from Kante mixed by the guy who mixes The Strokes
     and The Hives. it's a bit more rock and not as experimental as
     their older albums

     --

     Wir bringen tatsaechlich ein neues Album raus, am 4. August
     kommt es, glaube ich. Davor gibt es und eine 10-inch als
     Single.

     Die Platte heisst "Die Tiere sind unruhig". Sie ist sehr
     rockorientiert geraten, ja man koennte geradezu sagen: heftig,
     so richtig fett. In diese Richtung jedenfalls. Unser irrer
     Produzent Moses Schneider sagt: "Das klingt wie eine Mischung
     aus Queens of the Stoneage und Chicago". Da wir mal als
     "Postrockbandô angefangen haben, wird das sicherlich einige
     Leute erstaunen. Es gibt nur 7 Stuecke, aber alle sind lang,
     zwischen 6 und 10 Minuten. Moses sagt: "Das ist echt ein
     WERK.ô Uns hat es vor allem extrem viel Spass gebracht.
     Nach der vorherigen platte "Zombi", die extrem durchdacht und
     ausbalanciert war, war uns diesmal wichtig, mehr
     Zuegellosigkeit, Spass und Energie walten zu lassen, als alles
     bis ins letzte zu durchdenken.
     Nach "Zombi" waren wir innerhalb der Band ganz schoen am Ende,
     haetten uns beinahe aufgeloest. Und wider alle Erwartungen
     haben wir dann beim Proben zur neuen Platte und im Studio so
     viel Spass wie noch nie miteinander gehabt. Was wahrscheinlich
     damit zu tun hat, dass wir den
     ädiese-Platte-muss-ein-Meisterwerk-fuer-die-Ewigkeit-werden"-G
     edanken, dem wir bisher nicht ganz abgeneigt waren (und der
     sich in Hamburg moeglicherweise einer gewissen Beliebtheit
     erfreut), sanft beiseite geschoben haben und uns vor allem
     darauf konzentriert haben: Was macht Spass? Was koennen wir
     zusammen geil spielen? Wo ist die Energie, gerade jetzt? Und
     ich denke dieses Gefuehl haben wir ganz gut eingefangen. Es
     geht um Hitze, Ruhelosigkeit, Umbruch; und dabei dennoch einen
     realistischeren, dem Leben entsprechenden Blick auf die Dinge
     zu gewinnen. Statt himmlischer Liebe eine, wie Ingmar Bergman
     sagt, irdische und unvollkommene Liebe zueinander zu leben.
     Was keine abgeklaerte Altersweisheit ohne weitere Fragen
     meint. Vielleicht so in etwa.

     Die Platte ist zu groessten Teilen live im Studio aufgenommen,
     kaum Overdubs (bis auf ein grosses Orchester fuer 3 Stuecke).
     Aufgenommen, gemischt und geprobt haben wir in erster Linie in
     Berlin, was auch neu ist, bisher sind wir fast nie aus Hamburg
     rausgekommen, wennÆs ums aufnehmen ging. Produziert hat es,
     wie gesagt, Moses Schneider, ein herrlicher Vogel aus
     Berlin-Kreuzberg, der sein Handwerk bis ins letzte beherrscht
     und sonst Bands wie Beatsteaks und Tocotronic produziert.
     Einer der wunderbarsten Menschen, denen wir begegnet sind.
     Toningenieur waehrend der Liveaufnahmen war Torsten Otto, ein
     alter Bekannter von uns, Ex-HH-Lokstedter, jetzt Kreuzberger,
     absolut geniale Type, er hat den grossartigsten Sound auf Band
     gebracht, den ich bisher so gehoert habe. Gemischt hat der
     Schwede Michael Ilbert, der sonst Bands wie "the Hives",
     "Kaiser Chiefs", "Hellacopters", "Supergrass" etc. mischt und
     produziert. Die Profis im Rockbiz nennen das "Schwedensound".

     Was uns in unserer Musik interessiert? Natuerlich tausend
     verschiedene Sachen, aber vor allem, im
     Moment: rohe Energie. Das erste Gefuehl, der erste Augenblick.

     Worauf es ankommt? Spass. Wobei Spass bei jeder/m
     moeglicherweise anders entsteht. Also nicht so leicht zu
     sagen. Vielleicht, abgelatschtes Wort, aber etwas daran
     stimmt: Magie (wenn die Wahrnehmung das Bewusstsein
     uebersteigt, vielleicht?)

     Wer spielt mit?
     Sebastian Vogel (er und ich spielen zusammen seit wir beide 16
     sind, also seit ca. 17 Jahren; eine alte Ehe): Drums;
     ich, Peter Thiessen: Gesang und Gitarre, Kontrabass, manchmal
     Piano;
     Felix Mueller: Gitarre, manchmal Percussions, diesmal rappt er
     auf einem Stueck als Tuersteher der Hoelle;
     Thomas Leboeg: Keyboards, Klavier;
     Florian Duerrmann: Bass und Lapsteelgitarre (seit dieser
     Platte erst dabei, alter Kumpel von uns aus Duesseldorf,
     Spitzentyp, ich hab sogar schon gehoert: Frauentyp. Seit er
     dabei ist, ist die Band so richtig rund).

     Unsere Zusammenarbeit? In der Regel schreibe ich die Stuecke,
     mache am Rechner eine Vorproduktion, in der schon Ideen fuer
     Bass, Schlagzeug, evtl. Streicher, Blaeser, Keyboards
     skizziert sind. Das bekommen die anderen zum Hoeren, dann
     Treffen im Proberaum, einfach mal losspielen und dann, wennÆs
     ein geiles Stueck ist, kommt eines zum anderen, an allem wird
     rumgeschraubt, neue Ideen tauchen auf, alles wird
     umgeschmissen und dann ist es irgendwann fertig. Frueher war
     das Material, mit dem ich in den Proberaum kam, sehr viel
     bruchstueckhafter, diesmal war alles schon recht weit
     formuliert. Es gibt ein nicht leicht fassbares Verhaeltnis
     zwischen Diktatur, Demokratie und Freakness in so einer Band.
     Wir haben uns einige Jahre damit extrem gestresst, so etwas
     wie eine Banddemokratie herzustellen, diesmal habe ich die
     Dinge staerker in die Hand genommen, merkwuerdigerweise hat
     aber gerade das dazu gefuehrt, dass ein Bandgefuehl entstanden
     ist, das selten staerker war. Felix und Thomas haben jeweils
     ein Stueck beigesteuert.

     Welche Themen mich interessieren diesmal?
     Hitze, Hitze, Hitze, Gewitter, Menschen, Tiere, Apokalypse,
     irdische, unvollkommene Liebe, Sex in einer langen Beziehung.
     Sich an den Gedanken gewoehnen, dass Zweifel, Verzweiflung,
     Wut, Zorn, Gefuehle von verlassen-sein,
     mit-nichts-etwas-zu-tun-haben, Euphorie, mit dem was man
     Jugend nennt, nicht aufhoeren. Dass der Zweifel bleibt. Dass
     man ohne ihn moeglicherweise auch gar nicht leben moechte.
     Dass man das Unvollkommene lieben kann, vielleicht sogar
     nichts anderes lieben kann, vielleicht auch in einem
     politischen Sinn. So ungefaehr jedenfalls in aller Kuerze.

     Das Cover hat uebrigens wieder Ruth May, Kuenstlerin und
     nebenbei meine Ehefrau gemacht: ein roter, bannerhafter Stoff
     mit ineinander verbissenen Baeren mit leichtem
     Revolutionschick.
     Es gibt auch eine Studiodokumentation von Cornelia Cornelsen,
     die uns im Studio mit Kamera begleitet hat und tolle Fotos von
     Dorle Balburg: wir in Tierkostuemen, Braunbaer, Schwarzbaer,
     Pandabaer, Gorilla, Loewe, Igel. Schoen und beknackt
     Soweit erstmal, ich muss jetzt mal raus, die Blumen giessen.

     Herzlichen Gruss,
     Peter
   _______________________________________________________________________

      01-Die Tiere Sind Unruhig                                 [06:03]
      02-Ich Hab's Gesehen                                      [05:34]
      03-Nichts Geht Verloren                                   [08:15]
      04-Die Groesste Party Der Geschichte                      [06:52]
      05-Die Wahrheit                                           [06:50]
      06-Ducks and Daws                                         [05:16]
      07-Die Hitze Dauert an                                    [09:12]
                                                                -------
                                                                 48:02 min

Files

PathSize
01-kante--die_tiere_sind_unruhig.mp38,89 MB
02-kante--ich_habs_gesehen.mp38,42 MB
03-kante--nichts_geht_verloren.mp312,25 MB
04-kante--die_groesste_party_der_geschichte.mp310,62 MB
05-kante--die_wahrheit.mp310,41 MB
06-kante--ducks_and_daws.mp37,76 MB
07-kante--die_hitze_dauert_an.mp312,71 MB