Musical Over Dose
is proud to present
Rls Name : Mia - Zirkus
Rls Date : Jul-21-2006
Street Date: Jul-21-2006
Rls Type : Album
Company : sony bmg
Genre : Pop
Source : CDDA
Quality : VBRkbps / 44,1kHz / Joint-Stereo
01 Intro 00:11
02 Uhlala 05:32
03 Tanz Der Molekⁿle (Album Version) 05:46
04 Zirkus 04:16
05 Floss 03:34
06 Oder Nicht Oder Doch 05:08
07 Je Dis Aime/ich Sag Liebe 04:01
08 Engel 05:01
09 Dann War Das Wohl Liebe 05:21
10 S.O.S. 04:22
11 2 Pieces 04:43
12 Was Besonderes 04:04
13 Outro 01:42
14 Hoffnunf (Pauken & Trompeten Remix) 03:38
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57:19 Min
85,2 MB
Die Fuenf von Mia. aus Berlin sorgen seit ihrem
Debuet äHieb & Stichfestô (2002) und dessen
ungestuemen Electro-Punk samt kuenstlerischer
Interpretationen fuer Furore in der Indie-Gemeinde.
Jede Menge Zuneigung prallte auf hysterische
Abneigung und auch mit dem Zweitwerk äStille Postô
aus 2004 sowie den Singlehits äoekostromô, äWas Es
istô und natuerlich äHungriges Herzô sollte die
gespaltene Hoererschaft nicht vereint werden. Warum
auch, denn Mia. haben sich seit ihren Anfangstagen
Konfrontation auf die Fahnen geschrieben und zeigen
dem allgegenwaertigen Mittelmass im Popbusiness die
kalte Schulter. Im letzten Jahr tourte man durch
Deutschland, Polen und sogar Asien. Kein Landstrich
und kein Herz blieb unberuehrt von den freigeistigen
Toenen und poetisch spielerischen Texten.
Spielerisch ist auch das Drittwerk Mias geraten und
so lassen sie gleich mit dem ersten Song äUhlalaô
ihren luftigeren Weg erkennen, den sie mit äStille
Postô schon zeitweise andeuteten: Mehr Weite, mehr
Gefuehl und weniger Rastlosigkeit. Mieze singt
derart entspannt und stimmlich herausragend, dass
man kaum glauben kann, es mit der scheinbar immer
unter Strom stehenden Frontfrau zu tun zu haben. Nur
wenig erinnert noch an die mitunter nervoesen,
draengelnden Songs vom Debuet, denn Mia. sind
angekommen in der Wohligkeit des Seins. Selbst wenn
bei der ersten Single äTanz Der Molekueleô der Beat
praegnanter wird und wie einst äHungriges Herzô
stark gen ewiger Ohrwurm tendiert, spuert der Hoerer
deutlich die neue Feingliedrigkeit, welche wie schon
erwaehnt in Miezes Stimme mehrere sanfte
Zwischentoene zulaesst und in der Instrumentierung
konstant weitergefuehrt wird. Zu bekannten
Synthesizer-Fundamenten und E-Gitarren gesellen sich
Trompeten, Vibraphon, Hoerner, Glockenspiel und
Akkordeon, als wenn nichts selbstverstaendlicher
waere fuer eine als Electro-Punk tituliert
gestartete Band, die hier beweist, dass sie die
Freigeistigkeit auch im musikalischen Kontext
vollkommen verinnerlicht hat.
Der bereits von den Festivalauftritten bekannte
Titeltrack erklingt hymnisch und mit einer durch ein
Glockenspiel zart untermalten Dramaturgie, in der
all┤ die Lebensfreude und die spielerische
Extravaganz der Lebenskuenstler des titelgebenden
Schaugewerbes in der Musik neu auflebt und entflammt
wird. äWaer Deine Liebe ein Boot, ich wuerde sinkenô
heisst es in äFlossô, in dem nicht nur der
sehnsuchtsvolle Text und die Interpretation Miezes
genussvoll die Ohren erreichen, sondern auch der
erst noch recht minimale musikalische Rahmen nach
und nach von Vielfalt und bestens angebrachten
Kanten aufgelockert wird.
Eine neue Lockerheit und das hinzugewonnene
Instrumentarium machen äZirkusô schliesslich zu
einem Werk, welches leicht zugaenglich und poppig
wie nie im Mia.-Kosmos die Herzen tanzen laesst und
doch mit jedem Hoeren variantenreiche Entdeckungen
hinzukommen laesst sowie nie den kuenstlerischen,
aneckenden und doch so herzensguten Aspekt von
Mieze, Andi, Bob, Ingo, Gunnar nebst Produzent Nhoah
vernachlaessigt. Dennoch ist mit diesem Album die
Chance am groessten, auch unverbesserliche
Mia.-Hasser zu ueberzeugen oder sie zumindest milde
zu stimmen, wenn sie nicht viel zu sehr damit
beschaeftigt sind, neue Angriffspunkte zu suchen,
anstatt einfach diesen seelenvollen, unheimlich
vereinnahmenden Toenen zu lauschen.
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