Artist.......: Friska Viljor
Album........: bravo!
Label........: Devil Duck
Genre........: Indie
Catnr........: n/a
source.......: CDDA
rip.date.....: Oct-20-2007
str.date.....: 000-00-0000
quality......: VBR/44.1Hz/Joint-Stereo
Url..........: n/a
track title time
01. Shotgun Sister 03:24
02. Gold 03:27
03. Four Points 03:34
04. Oh Oh 03:12
05. I gave my Life 05:55
06. Friskashuffle 06:22
07. Puppet Cabaret 02:53
08. We are happy now (la la la) 03:55
09. Goldfish 03:35
10. Monday 04:14
11. Tell me 02:11
Runtime 42:42 min
Size 54,4 MB
Release Notes:
Bravo hei▀t im Schwedischen ebenfalls Bravo. Das
kann man noch so oft drehen und wenden, am Ende
kommt immer Begeisterung heraus. So auch beim
ersten Album von Friska Viljor namens: "Bravo!".
Nach der Trennung von ihren Freundinnen legten die
Songwriter der Band, Joakim Sveningsson und Daniel
Johansson den Grundstein fⁿr ihren Sound mit der
Entscheidung, nie mehr nⁿchtern Lieder zu
schreiben. Der daraus resultierende Rauschzustand
klingt durch jeden einzelnen Takt. Selbst dann,
wenn die Produktion ein wenig zu glatt verlΣuft wie
bei "Goldfish", zeugen doch die Textzeilen von
einem latenten Daneben-sein.
Aus diesem Grund darf sich die Band auch ungestraft
erlauben, mit "Shotgun Sister" und "We Are Happy
Now (La La La)" zwei wortgleiche Stⁿcke auf das
Album zu packen. Ersteres bestreitet melancholisch
entrⁿckt den Auftakt der Platte, wΣhrend die zweite
Version wesentlich flotter und frecher antreibt: "I
want to show you how I feel good in every moment".
Insgesamt eine ideale Ansage fⁿr die Ex, nicht nur
trotzig, sondern auch mal sehnsⁿchtig, je nach
Gemⁿt.
Musikalisch lotet das Sextett aus Stockholm das
Spektrum analoger Instrumente aus, scheut aber auch
nicht davor zurⁿck, auf elektronische Beschallung
zurⁿckzugreifen. Dennoch wirkt ein treibender
Kracher α la "Monday" keinesfalls deplatziert. Fⁿr
"I Gave My Life" bemΣchtigen sich die Schweden ohne
auch nur irgendeine Irritation auszul÷sen sogar
einiger Sirtaki-Anleihen. Beim Trinkspielen fⁿhrt
offenbar kein Weg am Ouzo vorbei.
Bei "Friskashuffle" beweist Friska Viljor das
Verm÷gen, ein Lied ohne HΣnger auf ⁿber sechs
Minuten strecken zu k÷nnen. Wie bei einigen anderen
Stⁿcken driftet der Gesang hier in eine dezente
Beach Boys-Kopfstimme ab. Ein Keyboard
vervollstΣndigt das Klangbild von Schlagzeug,
Gitarre, Bass und fertig ist ein Song, der unter
Live-Bedingungen ohne weiteres noch lΣnger
ausfallen dⁿrfte.
Das gefΣllige Ukulelen-Stⁿck "Tell Me" schlie▀t
nach etwas mehr als 42 Minuten begeisternden
Indiepops die Platte ab. Der einzige Makel der
Platte ist, dass stets eine Prise KonzertatmosphΣre
mitschwingt, sie aber doch nur in einem
AbspielgerΣt rotiert. Abhilfe schafft da der
Albumtitel. Laut "Bravo!" zu schreien sollte nicht
lΣnger ZDF-Zuschauern vorbehalten bleiben.