Kammerflimmer_Kollektief-Cicadidae-(Staubgold)-2003-DPS

Section
MP3/FLAC
Group
DPS
Size
58,61 MB
Files
10
Date
2003-04-13

NFO

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   Kammerflimmer Kollektief - Cicadidae

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   date        Apr-12-2003
   style       Electronic
   label       staubgold
   cat.no.     staubgold 40
   source      CDDA
   type        Album
   quality     192kbps 44,1hz Joint-Stereo
   size        58,6 MB

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   Release Date: April 2003
   Staubgold 40 www.staubgold.com
   Temporary Residence 55 www.temporaryresidence.com


   Realization & Production: Thomas Weber @ Studio Kinda Cloudy,
   Karlsruhe
   Heike Aumⁿller ù soundprocessing
   Christopher Brunner ù drums & vibraphone
   Dietrich Foth ù saxophone
   Johannes Frisch ù double bass
   Heike Wendelin ù violin
   Live-Recording Engineer: Jen Galli @ Sternberg,
   Mastering: Rashad Becker @ Dubplates & Mastering
   äSend me none of your promises/ keeping the sorrows./ Hold it tighter
   tomorrow,/ youÆll be out for blood.ô (Annette Peacock)



   press text (german): [no english version available so far]

   (...) die Zikaden waren einmal Menschen. Sie h÷rten auf zu essen, zu
   trinken und zu lieben, um immerfort singen zu k÷nnen. Auf der Flucht
   in den Gesang wurden sie dⁿrrer und kleiner, und nun singen sie, an
   ihre Sehnsucht verloren -verzaubert, aber auch verdammt, weil ihre
   Stimmen unmenschlich geworden sind (...)."
   "Cicadidae", das dritte Album des Karlsruher Kammerflimmer
   Kollektiefs, entstanden im Laufe eines fast zweijΣhrigen
   Produktionsprozesses, fⁿhrt das im neuen Jahrzehnt zunehmend
   virulente Crossing Over von "gespielter" und "programmierter" Musik,
   akustischem und elektronischem Instrumentarium, Hoch- und
   Stra▀enkultur zu einer faszinierenden neuen musikalischen
   Ausdrucksform. An Rechnern, Saiten-, Blas-, Schlag- und
   Tasteninstrumenten spielt das Kollektief den Traum von der perfekten
   musikalischen Kommunika tion, von der Verfeinerung zwischen den Polen
   Kontrolle und Kontrollverlust, Intuition und Reflexion, Dichte und
   Transparenz. Seine Musik spiegelt ein Aufwachsen mit Folk, Free Jazz
   und Psychedelia ebenso wider wie das aufmerksame Beobachten der
   Aufl÷sung und VerΣnderung von Rock, Jazz und elektronischer Musik
   seit Anfang der 90-er Jahre, unterlegt vom feinen Knistern und
   Schleifen des digitalen Zeitalters.
   Die 10 Stⁿcke auf "Cicadidae" sind teils am Computer entstanden,
   teils simultan erdacht, gespielt und aufgenommen. Manchmal wurde zu
   Programmiertem improvisiert oder ⁿber Improvisiertes programmiert;
   manchmal wurde alles wieder verworfen und von Neuem begonnen, immer
   auch mit dem Fehler als Motor der Entwicklung, dem sch÷nen
   Wackelkontakt, oder dem granularen Kurzschlu▀. Die Quintessenz all
   der Ideen, Exzerpte und Versuche, der gestalteten Flⁿchitgkeiten,
   mΣandernden Wiederholungen und rotierenden Motivve rschrΣnkungen, der
   Modifikationen und Verfremdungen ist "Cicadidae": Songs, Drones &
   Freakouts, eine Schallplatte als Film ohne Worte, fⁿr das Kino im
   Kopf.
   "Blood" basiert auf einer Kompostion von Annette Peacock, die in den
   sechziger Jahren im Kreis um Albert Ayler rumhing und dann
   unglaublich sch÷ne Free-Form-Balladen fⁿr u.a. Paul Bley komponierte,
   in denen "space", "peace" und "silence" mit Free Jazz zusammengedacht
   wurden. SpΣter folgten legendΣre Experimente mit frⁿhen,
   wohnzimmergro▀en Synthesizern und 1000 andere Sachen.
   www.imtheone.net



   text from inlay (german):

   Stⁿcke kommen raus und lernen alles, au▀er Konkurs

   Eine programmiert grundierte Nummer - nennen wir sie "Neumond
   inselhin" - mit langen Augenbrauen und sch÷n-gezeichneten Wimpern,
   aufrechten Ganges, von besten Haltungsnoten an ihren Ohrringen kaum
   runtergezogen, tritt aus der Kammerflimmer-Kollektief-Schallplatte
   "Cicadidae" hinaus auf den Markt. Da will sie lernen, wie sie was
   werden kann, was sie noch nicht ist: was Erfahrenes statt was
   Gemachtes. Sie nimmt sich also, wie das meiste aus der Musik, das
   heute richtig lebendig werden will gleich den vielen zuckenden Sachen
   aus Zellen und Wasser, ein gutes Beispiel an den Seelen der Leute
   hier unten auf dem Markt, wo wir die ganze Zeit alle auf neue Musik
   warten. Unser aller Seelen nΣmlich haben ja auch mal jenseits dieser
   andauernden Call Center und kleinen, heimlichen Jobs, jenseits der
   wei▀en Magie des Mitmachens und der verschiedenen grundnormalen
   Arbeitslosigkeiten und Steuern angefangen. Jenseits, im Himmel, waren
   wir alle noch vollwei▀ und trotzdem durchsichtig - das war, bevor wir
   leiblich wurden.
   Die Nummer ist interessiert an der gro▀en Welt diesseits, die ein
   Haus ist, eben der Markt. Eine Streicherwelle in ihrem Herzen will
   m÷glichst bald ⁿberall hin; sie spricht den Zauberspruch mit, den
   Clive Barker fⁿr "Abarat" erfunden hat: der sagt, da▀ es zwei KrΣfte
   gibt, die alle Seelen beherrschen, die eine ist Gott, die andere das
   Leben der Gezeiten.
   Die Nummer will aber auch nicht immer nur auf dem Laufenden sein, in
   ihr zupft es manchmal sehr. Ein JittergerΣusch ist ihre Unruhe, ein
   indisches Wort ohne esoterischen Hippie-Schwiemel k÷nnte der Name
   eines Menschen sein, mit dem sie sich zu unterhalten wⁿ▀te:
   "Govindasvamin" etwa, oder "Tvaschtri", sowas, was gut klingt.
   Nachdem die Nummer zwei schiefe Korridore lang gegangen ist und die
   soziale Marktwirtschaft durchquert hat, wo das Licht flackert, als ob
   es bald ausgehen wollte, begegnet ihr vor einer Tⁿre, auf der
   "Zinsen" steht, eine andere Nummer mit verwischtem Haaransatz und
   langen bleichen Armen. Sie stellt sich sexy lispelnd als "Sie tranken
   Regen" vor und pustet danach der andern ein h÷flich mulmiges
   Country-Music-Gefⁿhl ins Ohr, woraufhin sie beieinander einhaken.
   Aus dem Teppich, auf dem sie durch CodekanΣle gehen wie auf unechten
   Wolkenumhⁿllungen, steigt vergeigter Nebel und will "▄ber die
   Wasserscheide" werden, was, wie die beiden zugeben, auch kein
   unbequemer Titel fⁿr ein Stⁿck in dieser Umgebung ist. Zu dritt gehen
   sie also die gewundene Bundesschatzbrief-Treppe hoch. Auf den
   GelΣndern sitzen viele Rentner, erstklassige WΣhlerstimmen. Ein
   Kolibri, von Annette Peacock vorkomponiert, den die Geschwister
   "Blood" nennen und bei sich haben wollen, weil er mal ein Pfau war,
   fliegt mit und ist auch Musik. Er setzt sich abwechselnd auf die
   Schulter der andern Stⁿcke, die den Markt noch nicht satt haben.
   Im zweiten Stock gibt es am Treppenabsatz einen Kiosk, da arbeitet
   eine Verwandte, deren Namensschild liest sich: "...denn Nacht ist
   jetzt schon bald." Sie reicht, im leisen Bimmeln und Klingeln gut
   erzogen, den Suchenden eine Dose LiquiditΣt. Von der wird "Sie
   tranken Regen" verwandelt, zu ihrer eigenen ⁿbersetzten Version. Aus
   einem Bargeld-Schlafzimmer taumelt den Suchenden pl÷tzlich eine
   frierende Verwandte vor die Fⁿ▀e. Sie wird "Mantra" gerufen, ruft
   gern zurⁿck und wei▀ doch kaum was von sich selber - au▀er da▀ sie
   verhalten schnaufen will, wenn sie daran denkt, woher sie kommt, aber
   das Schnaufen, das sie dann wirklich von sich gibt, rasselt sehr
   sch÷n: wie ein TΣschchen voller feiner Ketten aus dem
   verschwiegensten Silber, das lieber doch kein Geld hat werden wollen.
   Das lange umgekippte Dach des Marktes ist von innen ein verkehrtes
   Restaurant. Hier setzen sich die Suchschwestern, Stⁿcke aus derselben
   Platte, zusammen an einen sehr langen Tisch, wo sie bedient werden
   mit durchgehalten-ⁿberbackenen Tastensignalen und einem sⁿ▀sauren
   Schwellenkichern. Als Aushilfsbedienungen haben sich in diesem Laden
   die Geschwister "Eiderdaunen, gerupft" (von Beat gebrΣunt, in
   atheistische Entspannungsharmonik gekleidet) und "Irgendwann:
   Frⁿhling" (ihre Doppelpunkte hat eine Beichtmut ter gelΣutert, heilig
   genug fⁿr eine gerΣumige Fuchsh÷hle lΣchelt ihr Kratzen) notgedrungen
   verdingt.
   Wo sind die guten Jobs hin? Man h÷rt nicht mehr viel davon; zum Glⁿck
   aber noch T÷ne. Nach dem Essen kriegt jede einzelne Nummer ein
   Gewicht mit auf den Weg. Sie brechen auf, in die Erl÷sung, die hinter
   der Tⁿr wartet, welche aus dem Dachrestaurant des Marktes
   hinausfⁿhrt. Hier ist alles Himmel, aber anders als Herkunft. Oben
   sind V÷gel, die mit dem Kopf nach unten an mehreren Sorten
   Windverlauf hΣngen, die man alle nicht untereinander tauschen kann.
   Die Sonne scheint; aber es ist gar nicht die Sonne: es ist der Mond.
   Wann eigentlich wurde es Nacht?
   Dietmar Dath


   (http://www.kammerflimmerkollektief.de)

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   01          Neumond inselhin                                      06:08
   02          Sie tranken regen                                     00:51
   03          ▄ber die Wasserscheide                                04:31
   04          Blood                                                 01:20
   05          ...denn Nacht ist jetzt schon bald!                   04:57
   06          Sie tranken Regen (Version)                           05:12
   07          Mantra                                                04:52
   08          Eiderdaunen (gerupft)                                 06:22
   09          Irgendwann: Frⁿhling                                  06:51
   10          "ThereÆs a weight on you, but you canÆt feel it."     01:31
                                                                     .   .
                                                                     42:35 min

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   digaphobia public sound specializes in releasing so-called
   'intelligent dance music', experimental electronic music, dark
   ambient, drone/noise, beat-laden indie, and a spot of techno.

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   peace to music lovers everywhere

   1real  agw  amok  chr  cmg  cms  diss  fuffens  hit2k  its  just  kw  mgc
   ms  nuhs  om  pulsar  pyt  rac  radial  sb  sfe  sour  tr  tronik ube wos

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   looking for MD/DAT recordings of electronic music shows
   track us down on IRC if you'd like to help

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   go to the show. buy the t-shirt. order the vinyl.
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Files

PathSize
01-kammerflimmer_kollektief-neumond_inselhin-dps.mp38,44 MB
02-kammerflimmer_kollektief-sie_tranken_regen-dps.mp31,19 MB
03-kammerflimmer_kollektief-ueber_die_wasserscheide-dps.mp36,21 MB
04-kammerflimmer_kollektief-blood-dps.mp31,84 MB
05-kammerflimmer_kollektief-___denn_nacht_ist_jetzt_schon_bald-dps.mp36,81 MB
06-kammerflimmer_kollektief-sie_tranken_regen_(version)-dps.mp37,16 MB
07-kammerflimmer_kollektief-mantra-dps.mp36,70 MB
08-kammerflimmer_kollektief-eiderdaunen_(gerupft)-dps.mp38,75 MB
09-kammerflimmer_kollektief-irgendwann_fruehling-dps.mp39,43 MB
10-kammerflimmer_kollektief-theres_a_weight_on_you_but_you_cant_feel_i2,08 MB