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█ p r e s e n t s f o r y o u r e a r s █
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Kammerflimmer Kollektief - Cicadidae
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r i p p i n g n o t e s . . . . . . . ▀
date Apr-12-2003
style Electronic
label staubgold
cat.no. staubgold 40
source CDDA
type Album
quality 192kbps 44,1hz Joint-Stereo
size 58,6 MB
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r e l e a s e n o t e s . . . . . . . ▀
Release Date: April 2003
Staubgold 40 www.staubgold.com
Temporary Residence 55 www.temporaryresidence.com
Realization & Production: Thomas Weber @ Studio Kinda Cloudy,
Karlsruhe
Heike Aumⁿller ù soundprocessing
Christopher Brunner ù drums & vibraphone
Dietrich Foth ù saxophone
Johannes Frisch ù double bass
Heike Wendelin ù violin
Live-Recording Engineer: Jen Galli @ Sternberg,
Mastering: Rashad Becker @ Dubplates & Mastering
äSend me none of your promises/ keeping the sorrows./ Hold it tighter
tomorrow,/ youÆll be out for blood.ô (Annette Peacock)
press text (german): [no english version available so far]
(...) die Zikaden waren einmal Menschen. Sie h÷rten auf zu essen, zu
trinken und zu lieben, um immerfort singen zu k÷nnen. Auf der Flucht
in den Gesang wurden sie dⁿrrer und kleiner, und nun singen sie, an
ihre Sehnsucht verloren -verzaubert, aber auch verdammt, weil ihre
Stimmen unmenschlich geworden sind (...)."
"Cicadidae", das dritte Album des Karlsruher Kammerflimmer
Kollektiefs, entstanden im Laufe eines fast zweijΣhrigen
Produktionsprozesses, fⁿhrt das im neuen Jahrzehnt zunehmend
virulente Crossing Over von "gespielter" und "programmierter" Musik,
akustischem und elektronischem Instrumentarium, Hoch- und
Stra▀enkultur zu einer faszinierenden neuen musikalischen
Ausdrucksform. An Rechnern, Saiten-, Blas-, Schlag- und
Tasteninstrumenten spielt das Kollektief den Traum von der perfekten
musikalischen Kommunika tion, von der Verfeinerung zwischen den Polen
Kontrolle und Kontrollverlust, Intuition und Reflexion, Dichte und
Transparenz. Seine Musik spiegelt ein Aufwachsen mit Folk, Free Jazz
und Psychedelia ebenso wider wie das aufmerksame Beobachten der
Aufl÷sung und VerΣnderung von Rock, Jazz und elektronischer Musik
seit Anfang der 90-er Jahre, unterlegt vom feinen Knistern und
Schleifen des digitalen Zeitalters.
Die 10 Stⁿcke auf "Cicadidae" sind teils am Computer entstanden,
teils simultan erdacht, gespielt und aufgenommen. Manchmal wurde zu
Programmiertem improvisiert oder ⁿber Improvisiertes programmiert;
manchmal wurde alles wieder verworfen und von Neuem begonnen, immer
auch mit dem Fehler als Motor der Entwicklung, dem sch÷nen
Wackelkontakt, oder dem granularen Kurzschlu▀. Die Quintessenz all
der Ideen, Exzerpte und Versuche, der gestalteten Flⁿchitgkeiten,
mΣandernden Wiederholungen und rotierenden Motivve rschrΣnkungen, der
Modifikationen und Verfremdungen ist "Cicadidae": Songs, Drones &
Freakouts, eine Schallplatte als Film ohne Worte, fⁿr das Kino im
Kopf.
"Blood" basiert auf einer Kompostion von Annette Peacock, die in den
sechziger Jahren im Kreis um Albert Ayler rumhing und dann
unglaublich sch÷ne Free-Form-Balladen fⁿr u.a. Paul Bley komponierte,
in denen "space", "peace" und "silence" mit Free Jazz zusammengedacht
wurden. SpΣter folgten legendΣre Experimente mit frⁿhen,
wohnzimmergro▀en Synthesizern und 1000 andere Sachen.
www.imtheone.net
text from inlay (german):
Stⁿcke kommen raus und lernen alles, au▀er Konkurs
Eine programmiert grundierte Nummer - nennen wir sie "Neumond
inselhin" - mit langen Augenbrauen und sch÷n-gezeichneten Wimpern,
aufrechten Ganges, von besten Haltungsnoten an ihren Ohrringen kaum
runtergezogen, tritt aus der Kammerflimmer-Kollektief-Schallplatte
"Cicadidae" hinaus auf den Markt. Da will sie lernen, wie sie was
werden kann, was sie noch nicht ist: was Erfahrenes statt was
Gemachtes. Sie nimmt sich also, wie das meiste aus der Musik, das
heute richtig lebendig werden will gleich den vielen zuckenden Sachen
aus Zellen und Wasser, ein gutes Beispiel an den Seelen der Leute
hier unten auf dem Markt, wo wir die ganze Zeit alle auf neue Musik
warten. Unser aller Seelen nΣmlich haben ja auch mal jenseits dieser
andauernden Call Center und kleinen, heimlichen Jobs, jenseits der
wei▀en Magie des Mitmachens und der verschiedenen grundnormalen
Arbeitslosigkeiten und Steuern angefangen. Jenseits, im Himmel, waren
wir alle noch vollwei▀ und trotzdem durchsichtig - das war, bevor wir
leiblich wurden.
Die Nummer ist interessiert an der gro▀en Welt diesseits, die ein
Haus ist, eben der Markt. Eine Streicherwelle in ihrem Herzen will
m÷glichst bald ⁿberall hin; sie spricht den Zauberspruch mit, den
Clive Barker fⁿr "Abarat" erfunden hat: der sagt, da▀ es zwei KrΣfte
gibt, die alle Seelen beherrschen, die eine ist Gott, die andere das
Leben der Gezeiten.
Die Nummer will aber auch nicht immer nur auf dem Laufenden sein, in
ihr zupft es manchmal sehr. Ein JittergerΣusch ist ihre Unruhe, ein
indisches Wort ohne esoterischen Hippie-Schwiemel k÷nnte der Name
eines Menschen sein, mit dem sie sich zu unterhalten wⁿ▀te:
"Govindasvamin" etwa, oder "Tvaschtri", sowas, was gut klingt.
Nachdem die Nummer zwei schiefe Korridore lang gegangen ist und die
soziale Marktwirtschaft durchquert hat, wo das Licht flackert, als ob
es bald ausgehen wollte, begegnet ihr vor einer Tⁿre, auf der
"Zinsen" steht, eine andere Nummer mit verwischtem Haaransatz und
langen bleichen Armen. Sie stellt sich sexy lispelnd als "Sie tranken
Regen" vor und pustet danach der andern ein h÷flich mulmiges
Country-Music-Gefⁿhl ins Ohr, woraufhin sie beieinander einhaken.
Aus dem Teppich, auf dem sie durch CodekanΣle gehen wie auf unechten
Wolkenumhⁿllungen, steigt vergeigter Nebel und will "▄ber die
Wasserscheide" werden, was, wie die beiden zugeben, auch kein
unbequemer Titel fⁿr ein Stⁿck in dieser Umgebung ist. Zu dritt gehen
sie also die gewundene Bundesschatzbrief-Treppe hoch. Auf den
GelΣndern sitzen viele Rentner, erstklassige WΣhlerstimmen. Ein
Kolibri, von Annette Peacock vorkomponiert, den die Geschwister
"Blood" nennen und bei sich haben wollen, weil er mal ein Pfau war,
fliegt mit und ist auch Musik. Er setzt sich abwechselnd auf die
Schulter der andern Stⁿcke, die den Markt noch nicht satt haben.
Im zweiten Stock gibt es am Treppenabsatz einen Kiosk, da arbeitet
eine Verwandte, deren Namensschild liest sich: "...denn Nacht ist
jetzt schon bald." Sie reicht, im leisen Bimmeln und Klingeln gut
erzogen, den Suchenden eine Dose LiquiditΣt. Von der wird "Sie
tranken Regen" verwandelt, zu ihrer eigenen ⁿbersetzten Version. Aus
einem Bargeld-Schlafzimmer taumelt den Suchenden pl÷tzlich eine
frierende Verwandte vor die Fⁿ▀e. Sie wird "Mantra" gerufen, ruft
gern zurⁿck und wei▀ doch kaum was von sich selber - au▀er da▀ sie
verhalten schnaufen will, wenn sie daran denkt, woher sie kommt, aber
das Schnaufen, das sie dann wirklich von sich gibt, rasselt sehr
sch÷n: wie ein TΣschchen voller feiner Ketten aus dem
verschwiegensten Silber, das lieber doch kein Geld hat werden wollen.
Das lange umgekippte Dach des Marktes ist von innen ein verkehrtes
Restaurant. Hier setzen sich die Suchschwestern, Stⁿcke aus derselben
Platte, zusammen an einen sehr langen Tisch, wo sie bedient werden
mit durchgehalten-ⁿberbackenen Tastensignalen und einem sⁿ▀sauren
Schwellenkichern. Als Aushilfsbedienungen haben sich in diesem Laden
die Geschwister "Eiderdaunen, gerupft" (von Beat gebrΣunt, in
atheistische Entspannungsharmonik gekleidet) und "Irgendwann:
Frⁿhling" (ihre Doppelpunkte hat eine Beichtmut ter gelΣutert, heilig
genug fⁿr eine gerΣumige Fuchsh÷hle lΣchelt ihr Kratzen) notgedrungen
verdingt.
Wo sind die guten Jobs hin? Man h÷rt nicht mehr viel davon; zum Glⁿck
aber noch T÷ne. Nach dem Essen kriegt jede einzelne Nummer ein
Gewicht mit auf den Weg. Sie brechen auf, in die Erl÷sung, die hinter
der Tⁿr wartet, welche aus dem Dachrestaurant des Marktes
hinausfⁿhrt. Hier ist alles Himmel, aber anders als Herkunft. Oben
sind V÷gel, die mit dem Kopf nach unten an mehreren Sorten
Windverlauf hΣngen, die man alle nicht untereinander tauschen kann.
Die Sonne scheint; aber es ist gar nicht die Sonne: es ist der Mond.
Wann eigentlich wurde es Nacht?
Dietmar Dath
(http://www.kammerflimmerkollektief.de)
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p l a y l i s t . . . . . . . . . . . ▀
01 Neumond inselhin 06:08
02 Sie tranken regen 00:51
03 ▄ber die Wasserscheide 04:31
04 Blood 01:20
05 ...denn Nacht ist jetzt schon bald! 04:57
06 Sie tranken Regen (Version) 05:12
07 Mantra 04:52
08 Eiderdaunen (gerupft) 06:22
09 Irgendwann: Frⁿhling 06:51
10 "ThereÆs a weight on you, but you canÆt feel it." 01:31
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42:35 min
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t h e p u r p o s e o f i t a l l . . ▀
digaphobia public sound specializes in releasing so-called
'intelligent dance music', experimental electronic music, dark
ambient, drone/noise, beat-laden indie, and a spot of techno.
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t h e h e a d s . . . . . . . . . . . ▀
peace to music lovers everywhere
1real agw amok chr cmg cms diss fuffens hit2k its just kw mgc
ms nuhs om pulsar pyt rac radial sb sfe sour tr tronik ube wos
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j o i n t h e a r m y . . . . . . . . ▀
looking for MD/DAT recordings of electronic music shows
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a l w a y s r e m e m b e r . . . . . ▀
go to the show. buy the t-shirt. order the vinyl.
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