Musical Over Dose
is proud to present
Rls Name : Klee - Berge Versetzen
Rls Date : Jul-31-2008
Street Date: Aug-01-2008
Rls Type : Album
Company : universal
Genre : Pop
Source : CDDA
Tracks : 13
Encoder : LAME 3.97 V2: preset standard
Quality : VBRkbps / 44.1kHz / Joint-Stereo
Bitrate : avg. 199kbps
01 zwischen Glauben Und Vertrauen 02:59
02 Zwei Herzen 03:58
03 Wie Weit 03:28
04 Weil Es Liebe Ist 04:18
05 Weine Nicht 03:56
06 Du Und Ich 03:41
07 Schritte 02:44
08 Ich Lass Ein Licht An Fuer Dich 04:02
09 Die Koenigin 04:01
10 Offene Wunden 03:32
11 Mein Vertrauen 04:12
12 Berge Versetzen 04:42
13 Wie Das Wetter 04:12
________
49:45 Min
71,2 MB
Nachdem sie Anfang des Jahrtausends mit dem kⁿhlen
"Erinner' Dich" noch Afterhour-tauglichen
Beinahe-Housepop zelebrierten, kamen sie spΣtestens
mit dem vor zwei Jahren erschienenen "Zwischen
Himmel und Erde" mitten im Mainstream an. "Berge
versetzen" verfolgt diesen Weg konsequent. Das
vierte Klee-Album ist eine Platte, deren
EingΣngigkeit zwingend ist und das beste beider
Welten verbindet. Einmal steckt da eine fast
altersweise Klugheit drin, eine Ernsthaftigkeit,
die sich in den oberen Regionen der Hitparaden nur
sehr selten findet und sicher auch der engen
Freundschaft der Band zu Deutschlands wohl bestem
Liedermacher Tom Liwa zu verdanken ist.
Andererseits setzt die Platte einen
Themenschwerpunkt, der in Sachen
Allgemeingⁿltigkeit wohl seinesgleichen sucht. Es
geht um die Liebe in all ihren Facetten.
Und die Liebe, die ist hier mehr als ein kleiner
Zeitungscartoon mit zwei Nackedeis, einem
gefΣlligen Sinnspruch und vielen roten Herzen. Die
Liebe ist hier so eine Art Zugfahrt, deren
Haltestellen bisweilen keck glΣnzen, andernorts
aber auch heruntergekommene Schleusen mitten in
Problemgebiete sind. Ein guter Trick, denn so
vermeiden Klee ein Abdriften in allzu seichte
GewΣsser: Denn selbst wenn man sich einen Song wie
"Weil es Liebe ist" durchaus als Soundtrack fⁿr
diverse tendenziell eher unangenehme Kuppel-Shows
im Fernsehen vorstellen kann: H÷rt man die ganze
Platte, so zeigen Klee, und das ist dann fast
brutal, eben auch andere Seiten: "Weine nicht" etwa
versucht sich zwar am Trost, ist dabei aber nur
mΣ▀ig erfolgreich. Kann man der Band nicht
vorwerfen, verlassen zu werden ist nun einmal nicht
sch÷n. Der Titeltrack geht noch einen Schritt
weiter und schildert zu satten
Streicherarrangements den Moment, in dem die Liebe
weg ist. Einfach so.
Das ist durchaus bemerkenswert, weil das Konstrukt
des pointierten Dreiminutenpopsongs, der Klee
immerhin ins Nena-Vorprogramm hievte, durch so viel
Inhaltsschwere schon ein bisschen in Frage gestellt
wird.
Aber Klee lassen sich eben auch ⁿber ihr Handwerk
begreifen, inszenieren ihre Stⁿcke als
melodieverliebte und ungeheuer souverΣne
Schatzkisten, die mehr als nur Balladeskes bieten.
Da wird schon der Opener "Zwischen Glauben und
Vertrauen" von einem wunderbaren und sehr britisch
singenden Bass geprΣgt, auch das folgende "Zwei
Herzen" funktioniert durch einen zwingenden Refrain
und ein sehr stabiles Rhythmusgerⁿst. "7 Schritte"
lehnt sich ein bisschen an Bob Doroughs
Mathelernlied "Three Is A Magic Number" an, und
"Die K÷nigin" leuchtet hedonistisch Richtung
Diskokugel und passt ⁿbrigens ausnehmend gut zu
Frontfrau Suzie Kerstgens. SpΣtestens bei diesem
Song sollten die oft geh÷rten und arg bl÷den
Silbermond- oder Juli-Vergleiche so sehr ins Leere
greifen, dass sie einfach nur verpuffen.
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