Annett_Louisan_-_Teilzeithippie-2CD-Limited_Edition-DE-2008-MOD

Section
MP3/FLAC
Group
MOD
Size
71,87 MB
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17
Date
2008-10-16

NFO

               Musical Over Dose
              is proud to present


     Rls Name   : Annett Louisan - Teilzeithippie

     Rls Date   : Oct-16-2008
     Street Date: 000-00-0000
     Rls Type   : Limited Edition
     Company    : 105 Music
     Genre      : Pop
     Source     : CDDA
     Tracks     : 17


     Encoder    : LAME 3.97 V2: preset standard
     Quality    : VBRkbps / 44.1kHz / Joint-Stereo
     Bitrate    : avg. 170kbps


            cd1

         01 Das schlechte Gewissen                               03:09
         02 Sexy Loverboy                                        03:25
         03 Gekommen um zu sagen                                 02:55
         04 Die Siezgelegenheit                                  03:01
         05 Ich brauch Stoff                                     03:14
         06 Die naechste Liebe meines Lebens                     03:41
         07 Wir nicht                                            03:56
         08 Drueck die 1                                         03:08
         09 Teilzeithippie                                       03:18
         10 Gedanken lesen                                       03:18
         11 Ich bin dagegen                                      03:12
         12 Je spaeter der Abend                                 02:49
         13 Auf dich hab ich gewartet                            06:57

            cd2

         01 More Than You Should Know                            03:33
         02 Silver Lady                                          02:42
         03 Mama will ins Netz                                   03:19
         04 Der Depp                                             03:07



                                                                ________
                                                                 58:44 Min
                                                                   71,8 MB


     Annet Louisan mit ihrem viertem Album

     Die ─sthetik, aus der sich eine gute Portion von
     Annett Louisans Erfolg speist, ist in einer Zeit
     angesiedelt, in der man hierzulande noch von
     Langspielplatten redete und eine stringente, in
     sich geschlossene Kollektion von Liedern meinte.
     Die Idee, eine Song-Abfolge durch einen roten Faden
     zu verbinden, statt ein Dutzend Fⁿller-Nummern um
     einen Hit zu platzieren, macht Annett Louisan zwar
     nicht zwangslΣufig zum Potentaten der eintrΣglichen
     Retro-Welle. Zeitlosigkeit darf und muss man der
     31JΣhrigen aber vor allem fⁿr ihr viertes Album
     attestieren. Allerdings, und das ist eine der
     Neuerungen nach drei Erfolgs-Alben und mehr als
     einer Million verkaufter TontrΣger, hΣlt sie nicht
     mehr am Pop-Chanson fest.

     Neu gefundene Nonchalance muss die PrΣmisse fⁿr
     äTeilzeithippieô gewesen sein. Sowohl im
     Σu▀erlichen Erscheinungsbild der Louisan, wie auch
     inhaltlich und vor allem pers÷nlich. äWenn ich
     weiter gemacht hΣtte wie bisher, wΣre ich einer
     Masche gefolgt. Und wenn man seine eigene Masche
     erkennt, sollte man sie am besten fallen lassen,
     denn das Leben ist VerΣnderungô, erklΣrt Annett
     Louisan.

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     Mit dieser Erkenntnis blickt sie sublim, aber
     nachdrⁿcklich einem neuen Karriereabschnitt
     entgegen. Hin zum formvollendeten Popsong, der
     weniger den Kopf, als mehr den Bauch stimuliert,
     ohne gefΣllig oder gar beliebig daherzukommen. Eine
     neu oder besser gesagt, eine wieder gefundene
     Leichtigkeit zieht sich durch ihre Vision des
     Umgangs mit deutscher Sprache im Pop-Kontext, in
     der Verbindung von Poesie und Alltagssprache.
     Weniger altklug und zitatenreich als sensuell und
     sexy-pointiert ist das Ausformulieren ihrer
     Gedanken und Emotionen vier Jahre nach ihrem Debⁿt
     geworden. Damals, 2004, war sie Studentin und
     Bohemienne. Heute, 2008, nach etlichen Einsichten
     und neu gewonnenen Ansichten, ist sie wieder
     Bohemienne, kann durchatmen, mehr sie selbst sein.
     Vom Haarspraymonster ist die Rede, wenn Annett
     Louisan ⁿber die Interimszeit zwischen äBohΦmeô und
     äTeilzeithippieô spricht. Von einem Arbeitstier,
     das funktionierte und die Perfektion so weit trieb,
     dass dem Freigeist zu wenig Luft zum Atmen blieb.
     Sie ist zwar immer noch die Louisan, die
     äUnausgesprochenô und dem äOptimalen Lebenô ihren
     Namen verlieh. Aber sie ist heute viel mehr die
     Annett Louisan, die sie zum Beginn ihrer Karriere
     war. Wenn man so will, ist sie mit äTeilzeithippieô
     zurⁿckgekehrt zu ihren Wurzeln. Zu der Frau und zu
     dem MΣdchen, die sich in ihrer Person immer noch
     vermischen. Indizien dafⁿr liefert gleich die
     Er÷ffnungsnummer des neuen Albums, äDas schlechte
     Gewissenô mit seiner Anspielung auf Louisans
     bislang gr÷▀ten Single-Hit äDas Spielô. Ihre
     Entwicklung wird evident, wenn sie mit diesem Song
     die Tⁿre zur wunderbaren Welt der Amnesie ÷ffnet,
     die einen Mann, eine Frau, eine Nacht, kurzum das
     schlechte Gewissen vergessen lΣsst. Die thematische
     Verzahnung zur Komposition von Gunnar Graewert
     äGekommen um zu sagenô ist kein Zufall; schlie▀t
     sie doch mit der Erkenntnis ab, dass Sesshaftigkeit
     letztlich nur kurzzeitiges Glⁿck bedeutet.

     Ist äTeilzeithippieô eine erwachsene Platte
     geworden? Dafⁿr ist sie viel zu verspielt. Ist sie
     von Hedonismus geprΣgt? Unbedingt und in Mengen!
     Allerdings steckt hinter der hedonistischen
     OberflΣche ein grundempathischer Mensch, der dem
     äSexy Loverboyô in swingender, bittersⁿ▀er Country
     -Taktung Tipps fⁿr die Zeit danach mit auf den Weg
     gibt. Das Spiel mit Scham und Hemmungen
     unterstreicht der von ihrem langjΣhrigen
     Komponisten Hardy Kayser geschriebene Kaffeehaus-
     Shuffle äDie Siezgelegenheitô mit der Feststellung,
     dass es sch÷n ist, rot zu werden, wenn jemand einem
     etwas Anzⁿgliches sagt. Schlie▀lich gibt es nichts,
     was das Herz h÷her schlagen lΣsst. Annett Louisans
     Stimme klingt darin als immer noch tragendes
     Element jedes ihrer Lieder, nicht mehr so
     unverschΣmt in den Vordergrund gemischt, sondern
     macht Platz fⁿr ein breiteres Melodien- und
     Rhythmus-VerstΣndnis, das weit ⁿber den Tellerrand
     europΣischer Spielweisen hinweg Ausschau nach
     anderen Spielarten hΣlt. Dabei wirkt die
     Protagonistin nicht nur wegen ihrer stimmlichen
     Unschuld, sondern vor allem wegen ihres
     ⁿberbordenden Selbstbewussteins unerh÷rt
     stimulierend. Wer immer noch glaubt, dass Texte auf
     Deutsch nur ernst genommen werden k÷nnen, wenn sie
     intellektuell fordern, irrt gewaltig. Viel
     wichtiger ist die Form des Ausdrucks, die Schnute,
     das Sinnliche, die SensualitΣt, der Sex. Wie
     wohltuend, dass Annett Louisan und ihr Texter und
     Produzent Frank Ramond ihre kollektiven Eigenarten
     diesmal noch stΣrker ausleuchten. Inhaltlich wie
     musikalisch. Eine neue Lockerheit hat Einzug
     gehalten und manifestiert sich in der Konsumzwang-
     Parodie äIch brauch Stoffô im umherstolzierenden
     BlΣser-Arrangement, dem Louisan mit Breitwand-Pop-
     Refrain zusΣtzliche Ironie verleiht und in äDie
     nΣchste Liebe meines Lebensô mit einer fast schon
     crooner-artigen gesanglichen LΣssigkeit.

     Die Musik ist offensiver und vom Formellen befreit
     worden, wie die aufgegriffene Beat-Revolution der
     Sixties in äIch bin dagegenô unterstreicht. Wie
     viel Revolution im Zeitalter der digitalen
     Terminkalender m÷glich ist, wenn man nur hip sein
     kann, wenn man gerade mal nicht brav und folgsam
     ist, findet im Titelsong äTeilzeithippieô seinen
     Ausdruck, dessen Musik vom Gast der letzten Annett
     Louisan-Tour, Martin Galopp, komponiert worden ist.
     In die Musik des Kanadier ist auch das bislang
     sch÷nste Liebeslied Louisans eingebettet, das nach
     allen Ausprobierens in Sachen Liebe und Sex, NΣhe
     und Distanz, mit der Erkenntnis äAuf dich hab ich
     gewartetô endet. Vom Zeigefingererheben hΣlt Annett
     Louisan freilich ohnehin nichts. Dafⁿr lustwandelt
     sie viel zu gerne auf den Reizen von
     Widersprⁿchlichkeiten û hier der Freiheitsdrang, da
     das Eigenheim, der gepackte Koffer und die Liebe
     des Lebens, das Vernetzen von Herz mit PC und
     Telefon, wie in der ersten Single des neuen Albums,
     dem von Alexander Zuckowski komponierten äDrⁿck die
     1ô. Andererseits kann eine Single auf das Leitmotto
     der Louisan û das Explorieren der PolaritΣt von
     Schmutz und Glamour, Scham und Schande, das gro▀e
     Paradoxon des Lebens û bestenfalls hindeuten. Das
     komplette Bild bietet nur die Stringenz vom Album
     äTeilzeithippieô.

     Quelle: 105 Music / Sony Music


     www.annettlouisan.de










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102-annett_louisan_-_sexy_loverboy.mp34,59 MB
103-annett_louisan_-_gekommen_um_zu_sagen.mp33,47 MB
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111-annett_louisan_-_ich_bin_dagegen.mp34,20 MB
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113-annett_louisan_-_auf_dich_hab_ich_gewartet.mp38,40 MB
201-annett_louisan_-_more_than_you_should_know.mp33,98 MB
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203-annett_louisan_-_mama_will_ins_netz.mp33,92 MB
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