a r t i s t : Feuerschwanz
t i t l e : Drachentanz
d a t e : 2008
l a b e l : Deaf Sheperd
g e n r e : Folk-Rock
r l s. d a t e : Dec/2008
t r a c k s : 17
b i t r a t e : VBRkbps
s i z e : 126,8 MB
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Da sind sie wieder, die J.B.O. des Mittelalters und dieses Mal
haben sie eine brandneue Live-CD im Gepaeck. Und mal ehrlich,
Spassmusik wie sie FEUERSCHWANZ praktizieren, entfaltet erst
live ihr volles Potential, weshalb "Drachentanz" eigentlich
schon laengst ueberfaellig war.
Das Motto der Scheibe lautet dabei "Klotzen statt Kleckern",
denn mit einer Spielzeit von 78 Minuten ist das Teil nicht nur
bis zum Rand voll gepackt, sondern bietet auch noch allerlei
weitere Besonderheiten. So hat man sich fuer das in Erlangen
mitgeschnittene Konzert mit Hans dem Aufrechten Verstaerkung
an Bord geholt, der nun bei einer Hand voll Songs die
E-Gitarre bearbeiten darf. So auch beim bisher
unveroeffentlichten "Verteidiger des wahren Mets", das sogar
mit einem metallisch-korrekten Frickelsolo aufwarten kann.
Aber auch bekanntes Material wie "Der Gloeckner" kann durch
die neue Rockattituede zulegen. Der Grossteil des Sets, das
aus einer bunten Mischung der beiden Studio-CDs besteht, wird
jedoch ganz traditionell im Akustikgewand bestritten. Das soll
aber nicht heissen, dass hier tote Hose herrscht. Beim
instrumentalen "Baerentanz" (mit Klarinetten-Unterstuetzung
von COPPELIUS) oder bei einem der zahlreichen Sauflieder wird
naemlich genauso ausgelassen gefeiert. Verstaerkt wird dieser
Eindruck durch die authentisch und hervorragend abgemischte
Produktion, die zusammen mit den zahlreichen Ansagen richtige
Live-Stimmung aufkommen laesst. Genau so sollte der Ton einer
Live-Veroeffentlichung sein!
Das textliche Konzept von FEUERSCHWANZ laesst sich wohl am
besten mit den titelgebenden Worten des Lieds "Met und Miezen"
zusammenfassen. Neben der Verballhornung von SCHANDMAULs
"Herren der Winde" singt der Hauptmann zwar von Raeubern,
Turnieren, Drachen und Barbiers, welche Jungfrauen von ihrem
wuchernden Unterwuchs befreien - die Quintessenz der Songs
bleibt aber stets Wein und Weib. Wer sich mit dem anzueglichen
Humor des geilen Haufens nicht anfreunden kann, dem bleibt
zumindest noch die musikalische Seite der Band. Mit dem von
einer Rauschpfeife getragenen "Der Barbier" und dem
froehlichen "Schneewittchen" zeigen die Erlanger naemlich,
dass sie richtige Ohrwurmmelodien schreiben koennen, wenn sie
nur wollen.
Trotz der langen Laufzeit finden sich auf "Drachentanz" nur
wenige Laengen. Langatmig wird es hoechstens dann, wenn beim
Interlude "Die Geburt von Johanna" minutenlang geredet wird -
oder beim "Holzwurm", der im Endeffekt nichts anderes ist, als
eine auf sieben Minuten aufgeblasene Bandvorstellung,
zusammengehalten durch eine nette Floeten-/Geigen-Melodie.
Dass man so aber kein FEUERSCHWANZ -Konzert enden lassen kann,
versteht sich fast von selbst und deshalb steht am Schluss -
wie koennte es auch anders sein - natuerlich das "Sauflied",
wo noch ein allerletztes Mal die (imaginaeren) Trinkhoerner
die Runde machen.
Fuer Fans der Truppe ist "Drachentanz" folglich ein
Pflichtkauf, der unter keinen Umstaenden im Regal fehlen darf.
Wer allerdings keinen Gefallen am leicht
proletenhaft-anzueglichen Humor von FEUERSCHWANZ findet,
sollte diese Veroeffentlichung lieber links liegen lassen.
Aber fuer solche Schnoesel haben der Hauptmann und sein Haufen
die Platte vermutlich ohnehin nicht aufgenommen.
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01-Drachentanz [03:51]
02-Turnier [05:00]
03-Die Geburt Von Johanna [02:24]
04-Der Barbier [03:38]
05-Feuerkantate [06:31]
06-Herren Der Winde [04:17]
07-Met und Miezen [05:25]
08-Der Gloeckner [05:27]
09-Das Groupie [00:58]
10-Verteidiger Des Wahren Mets [05:56]
11-Raeuber [03:41]
12-Teufelsgeschenk [05:07]
13-Baerentanz [04:47]
14-Der Teufel [05:02]
15-Schneewittchen [05:39]
16-Holzwurm [07:02]
17-Sauflied [04:44]
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79:29 min