ARTIST: Emirsian
TITLE: Yelq
LABEL: Nois-O-Lution/Indigo
GENRE: Alternative
SOURCE: CD
BITRATE: 167 kbps avg
PLAYTIME: 38:51
RELEASE DATE: 2008-00-00
RIP DATE: 2008-12-14
Track List
----------
1. Komitas 0:42
2. Failure Tales 2:56
3. Behind The Sun 3:30
4. Surprise, Surprise! 3:43
5. Catalogue Of Dears 2:42
6. Radio On 2:41
7. All On Your Own 4:13
8. Drop Your Survival Kit 3:42
9. Feed The Fire 3:43
10. Hurt 3:28
11. Ach Baber 3:43
12. Still You 3:48
Release Notes:
Mittelpunkt der Welt
Als Aren Emirze vor ziemlich genau zwei Jahren das unheimliche
und sehr traurige "A gentle kind of disaster" veroeffentlichte,
musste man das Werk als faustdicke Ueberraschung verbuchen.
Brachte man den Saenger der Krachvirtuosen Harmful zuvor
hauptsaechlich mit tiefgestimmten Gitarren und zerberstenden
Songs in Verbindung, widmete sich der gebuertige Armenier nun
seinen musikalischen Wurzeln und der Aufarbeitung der Beziehung
zu seinem just verstorbenem Vater. Das Ergebnis tastete sich
durch eine bedrohliche Beklemmung und hemmungslose Intimitaet.
Der Nachfolger traegt den armenischen Titel "Yelq" und soll von
einem Neuanfang und einem Umbruch berichten. Auf musikalischer
Ebene scheint dieser in leisen Schritten vollzogen worden zu
sein. Unter der melancholischen Grundstimmung schimmern dezente
Hoffnungsmomente, leise Anfluege von Zufriedenheit und Frieden.
Auf lyrischer Ebene macht die Trauer um seinen verstorbenen
Vater dem Gl│ck der eigenen bevorstehenden Vaterschaft Platz.
Ein nat│rlicher Wechsel der Perspektive. "Yelq" ist erst das
zweite Soloalbum von Emirsian, aber es behandelt schon das
zweite essentielle Thema des Menschseins.
Im Unterschied zur eher spaerlichen und einigermassen
experimentierfreudigen Instrumentierung von "A gentle kind of
disaster" erklingen auf "Yelq" umso haeufiger beinahe ordinaere
Instrumente. E-Gitarren zum Beispiel. Schlagzeug. Streicher.
Und auch Frauenchoere. Emirzes zarte Stimme schmeichelt
hauptsaechlich um bedachte, akustische Akkorde, die zumeist von
elektrischen Gitarrenmotiven bestaeubt werden. Man vernimmt
dezente Feedbacks, leuchtende Melodien und verspielte
Harmonien. Lediglich "Ach Baber", eine weitere Komposition von
Emirzes Vater, greift unvermittelt den Faden des Vorgaengers
auf.
Das himmlische "Drop your survival kit" sticht mit seiner
Leichtigkeit aus den zwoelf Songs besonders heraus. Beinahe
leichtfertig versoehnt Emirsian Tod und Leben, Trauer und
Hoffnung. Traurig erklingt der Frauenchor, maechtig die
Gitarren ueber behutsamen Rhythmus. Ein Gefuehl, das man lange
mit sich herumtragen will. Auch "Surprise, surprise!" schliesst
sich dieser Leichtigkeit an und erklaert sein ganzes Ausmass in
einem mitsingbaren Refrain: "Whatever gets you into the light."
Ein grosser Moment. Es ist das Thema dieser ergreifenden
Platte.
http://www.emirsian.com/