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artist.......: Felix Mendelssohn (A. Weithaas & S. Avenhaus)
album........: Violin Sonatas
label........: Deutschlandfunk
genre........: Classical
catnr........:
source.......: CDDA
rip.date.....: Apr-07-2009
str.date.....: 000-00-0000
quality......: VBR Kbps / 44,1kHz / Joint-Stereo
Url..........: www.klassik.com
tracks: time
01.Sonata in F major (1838) - Allegro vivace 11:07
02.Sonata in F major (1838) - Adagio 07:17
03.Sonata in F major (1838) - Assai vivace 06:04
04.Sonata in D minor 07:28
(Fragment... ca. 1825) - Adagio - Allegro molto
05.Sonata in F minor op. 4 07:28
(1825) - Adagio - Allegro moderato
06.Sonata in F minor op. 4 (1825) - Poco adagio 07:16
07.Sonata in F minor op. 4 (1825) - Allegro agitado 04:39
08.Sonata in F major (1820) - Allegro 06:01
09.Sonata in F major (1820) - Andante 06:20
10.Sonata in F major (1820) - Presto 03:48
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67:28 min
notes:
Antje Weithaus and Silke Avenhaus:
Es ist eigentlich immer recht publikumswirksam, wenn man eine
CD-Aufnahme mit der Bemerkung éErsteinspielungÆ versehen kann,
denn dies erh÷ht sowohl die diskografische AttraktivitΣt als
auch das Publikumsinteresse. Aber selbst ohne solche Hinweise
hΣtte die neue, bei CAvi-Music erschienene Produktion mit dem
Duo Antje Weithaas (Violine) und Silke Avenhaus (Klavier) volle
Aufmerksamkeit verdient, denn nach ihrer erstklassigen Platte
mit den Brahmsschen Sonaten legen die beiden Musikerinnen damit
erneut eine exzellente Lesart romantischen Violin-Klavier-
Repertoires, diesmal bezogen auf den diesjΣhrigen Jubilar Felix
Mendelssohn Bartholdy, vor. Dabei ⁿberzeugen sie auch diesmal
wieder durch ein exzellent aufeinander eingespieltes Musizieren,
das sich durch hohe Perfektion und beeindruckende
Gestaltungskraft auszeichnet.
Diese Vorzⁿge kommen gleich in der erstmals auf TontrΣger
gebannten Urtextfassung der spΣten Sonate F-Dur (1838) zur
Geltung, durch welche die bisher gΣngige, von Yehudi Menuhin
eingerichtete und gekⁿrzte Version abgel÷st wird: Wunderbar ist
es etwa, wie die beiden Musikerinnen im Kopfsatz das zweite
Thema abschattieren und ihm durch aufmerksame Zeichnung des Dur
-Moll-Wechsels Tiefe verleihen. Auch an Emphase und romantischem
Pathos û wohl dosiert eingesetzt û fehlt es im weiteren Verlauf
nicht, was Weithaas deutlich durch ihre Tongebung unterstreicht.
▄berhaupt gewinnt die Musik auf beiden Seiten durch sorgfΣltige
Differenzierung des Vortrags an Profil und entfaltet eine
Strahlkraft, die û wie in der Durchfⁿhrung û mit
abwechslungsreichen Steigerungsmomenten verknⁿpft ist. Klar
musiziert ist auch der langsame Satz, der einerseits voller
zarter Momente steckt, aber auch nicht einer gewissen Portion
Dramatik entbehrt, wenn in den Einwⁿrfen der Violine die
Grundstimmung geschickt aufgebrochen wird. Und wie nebenbei
demonstriert das Duo Weithaas-Avenhaus zudem, dass eine
ausgefeilte Interpretation die Rede von den scheinbaren LΣngen
der ungestrichen Werkfassung ad absurdum fⁿhrt.
Was hier zu h÷ren ist, findet sich auf Σhnliche, doch immer
wieder ⁿberraschende Weise auch in den ⁿbrigen Werken.
AtmosphΣrisch ist etwa der Beginn des û gleichfalls erstmals
eingespielten û d-Moll-Sonatenfragments (entstanden um 1825),
der seine kontrastierende Fortsetzung in einem weit
ausgreifenden, zerrissen wirkenden Sonatensatz erfΣhrt. Packend
sind aber auch die beiden Sonaten f-Moll op. 4 (1825) und die
frⁿhe F-Dur-Sonate (1820) aufgrund einer prΣgnanten, die
charakteristischen Ausdrucksweisen der Musik besonders
herausarbeitenden und auf der Liebe zum Detail beharrenden
Interpretation. Bei ersterer ⁿberzeugt die Stringenz, mit der
Weithaas vom solistisch angestimmten Rezitativ des Kopfsatzes
einen Bogen ⁿber die ⁿbrigen SΣtze hinweg schlΣgt, indem sie
immer wieder die hier formulierte Stimmung hervorhebt und etwa
in den differenziert modellierten Gesang des langsamen
Mittelsatzes unverhohlen die Dramatik einbrechen lΣsst. In
Verbindung mit dem Spiel der Geigerin gelingt Avenhaus mit
federndem Anschlag eine stellenweise ungemein weiche, poetisch
anmutende Gestaltung des Klaviersatzes, und in dem virtuosen
▄berschwang des abschlie▀enden Presto-Satzes aus der F-Dur-
Sonate ⁿberragt die Leichtigkeit der beiderseitigen Zeichnung
jeglichen Anflug von Hektik, den das Werk in anderen Aufnahmen
allzu leicht bekommt. All dies trΣgt dazu bei, dass hier eine
ganz wunderbare, leichtfⁿ▀ige und doch auch ernsthafte
Mendelssohn-Einspielung entstanden ist.
http://magazin.klassik.com/reviews/reviews.cfm?
task=review&REID=9468&RECID=14887&CFID=3561828&CFTOKEN=2ef93435f
5b3925f-B49C39A7-AD27-FD8F-672E409C935D067E
6 years - nothing else