ARTIST: Frank Popp
TITLE: Receiver
LABEL: TV Eye
GENRE: Alternative
SOURCE: CD
BITRATE: 176 kbps avg
PLAYTIME: 49:03
RELEASE DATE: 2009-00-00
RIP DATE: 2009-07-21
Track List
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1. Burn The Bridges 4:06
2. Nothing To Gain 2:49
3. I Don't Mind 3:15
4. Dead End Street 3:40
5. Countdown To The Sun 3:43
6. Change 3:34
7. A Thousand Mirrors 2:22
8. Live Wire 3:41
9. Receiver 3:56
10. Hey Mr. Innocent 3:52
11. Magic Birds 2:58
12. The Red And Green 3:08
13. A Lifetime In A Day 4:51
14. Scarecrow 3:08
Release Notes:
Hits aus der Werbung haben ein Problem. Selbst wenn sie anfangs hⁿbsch und
knackig in die Ohren gehen, quellen sie aus denen irgendwann wieder heraus. Das
Frank Popp Ensemble kennt das. Eine Coca-Cola-Werbung war schuld, dass es der
Erfolg der weichgespⁿlten Retropop-Nichtigkeit "Hip teens don't wear blue jeans"
einiges an Respekt kostete. Dabei war "Ride on" gar nicht mal ⁿbel. Und obwohl
der Brausesong seine ⁿberholte Zeitgeistigkeit nicht abschⁿtteln kann,
vermittelt er noch sechs Jahre spΣter ein mittlerweile unverkrampftes Gefⁿhl von
Sommer. Das Nachfolgealbum "Touch and go" hingegen war dann nur noch lauwarme
Brⁿhe.
Mit "Receiver" will Popp seinen Pop jetzt besser machen. Dafⁿr hat er reichlich
Gitarren eingesammelt und ⁿbereinander gestapelt. Dass gleich der Opener "Burn
the bridges" recht ordentlich knarzt, wΣre eine angenehme ▄berraschung, wenn
nicht schon die Vorabsingle "Hey Mr. Innocent" den knurrigen Drilling von Duffy
und Amy gegeben hΣtte. Auch der Rest des Albums ist um schn÷rkellose Riffs und
clevere Refrains gestrickt. Farfisa-Orgeln, Tamburin-Scheppern, sⁿffige BlΣser
und gelegentliches VerstΣrkerglⁿhen sorgen fⁿr unstaubige Nostalgie, womit sich
Popp endgⁿltig als deutscher Mark Ronson empfiehlt. "Receiver" gewinnt aber vor
allem dadurch, dass keine Beat-Albernheiten die Songs unn÷tig aufplustern.
Sein Ensemble hat Popp zwar namentlich gestrichen, aber noch immer helfen ihm
reichlich Freunde dabei, seine rⁿckwΣrtsgewandten Pop-Entwⁿrfe auszugestalten.
So sorgt weiterhin Sam Leigh-Browns Soulstimme fⁿr Wiedererkennungswert, und
Schlagzeuger Alex Jezdinsky (ehemals Angelika Express) ersetzt den nervigen
Computer und dessen kalorienarme Beats. Dass Aydo Abays erstes musikalisches
Lebenszeichen seit dem Rauswurf bei Blackmail ausgerechnet auf Popps neuem Album
stattfinden wⁿrde, ⁿberrascht und ist zugleich logisch. Sein bittersⁿ▀es
"Countdown to the sun" ist ein wunderbarer Ritt auf dem Sechsachteltakt, der
nicht nur auf Kens Debⁿt "Have a nice day" prΣchtig funktioniert hΣtte.
Die Melodien schrauben sich auf subtile Art ins GedΣchtnis. "Change" verspricht
mit einer TrΣne im Knopfloch eine bemerkenswerte Art von Hoffnung, "Magic birds"
flaniert ohne Umschweife ⁿber die Carnegie Street. Immer wieder h÷rt man
polierte Interpretationen von schwedischem Garagenrock und britischem
Sixties-Beat, die irgendwo zwischen dem Scheunenkiff von The Coral, dem
verschmitzten Powerpop von Supergrass, den spΣten Posen der Hellacopters und
weniger besoffenen Kaiser Chiefs stecken wⁿrde. Aber da ist ja immer wieder
Leigh-Browns kraftvolle Stimme, die fⁿr Seele sorgt. Frank Popps VerstΣndnis der
Vergangenheit ist also gespickt mit Gesten von Gestern. Fⁿr Hits von heute.
http://www.frankpopp.com