Fotos-Nach_Dem_Goldrausch-Reissue-DE-2009-gF

Section
MP3/FLAC
Group
gF
Size
56,69 MB
Files
11
Date
2010-01-20

NFO

ARTIST:       Fotos
TITLE:        Nach Dem Goldrausch
LABEL:        EMI
GENRE:        Alternative
SOURCE:       CD
BITRATE:      196 kbps avg
PLAYTIME:     40:06
RELEASE DATE: 2009-00-00
RIP DATE:     2010-00-00

Track List
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1.  Du Fehlst Mir                    3:10
2.  Nach Dem Goldrausch              3:50
3.  Serenaden                        3:00
4.  Ein Versprechen                  3:46
5.  Ich HΣng An Dir und Du HΣngst    2:58
    An Mir
6.  Explodieren                      4:27
7.  Ein Freak und Ein Spinner        4:11
8.  Das Ist Nicht Was Ich Will       3:13
9.  Fotos                            3:53
10. Essen Schlafen Warten und        2:40
    Spielen
11. Kalifornien                      4:58


Release Notes:

Auf ihrem aktuellen Tourneeposter sieht man die Fotos-Mitglieder Tom, Beppo,
Frieder und Deniz im Kabelsalat des Proberaums an ihren GerΣtschaften stehen.
Sie wirken konzentriert, aber nicht angestrengt. Viel eher wie von einer Art
lockerem Hochgefⁿhl beseelt, das einen manchmal befΣllt, wenn man eine Sache zur
eigenen Zufriedenheit zu Ende gebracht hat.
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Endlich die neuen Songs einfach nur spielen und genie▀en dⁿrfen. Endlich raus
aus dem Aufnahmestudio mit seinen festgefⁿgten Regeln und dem selbst auferlegten
Leistungsdruck. So k÷nnte man das sympathische Foto einer Σu▀erst sympathischen
Band interpretieren, deren scharfkantige Post Punk-Riffs den Autor dieser Zeilen
vor zwei Jahren unsanft aus seinem Morrissey-Dornr÷schenschlaf hochschrecken
lie▀en.

Zwar sind die ersten Worte, die SΣnger He▀ler auf dem neuen Album in den Mund
nimmt, ausgerechnet "Was fⁿr ein Krampf" - als Einblick in seine private
Schreibstube nach dem Erfolg des Fotos-Debⁿts dⁿrfte diese Zeile aber weniger
taugen. "Nach Dem Goldrausch" klingt flⁿssig, harmonisch und in feinster
Hitzfeld-Diktion kompakt; schwer vorstellbar daher, dass der Vierer von
Schreibblockaden heimgesucht wurde und wochenlang ergebnislos an einem
Mittelteil herum schraubte. Wenngleich die akribische Arbeit an Akkordfolgen
erfreulicherweise auch heute wieder h÷rbar ist. So soll es auch sein.

Gewiss, das kleine Fⁿnkchen Wahnsinn des Debⁿtalbums ist - wie bei allen
ordentlichen Bands - einer prⁿfenden Selbstreflexion gewichen, die Fragen
aufwirft wie "Was k÷nnen wir?", "wo wollen wir hin?" und "welche Fehler gilt es
zukⁿnftig zu vermeiden?". Das Ergebnis prΣsentiert sich angenehm unaufdringlich
und entsprechend selbstbewusst. Man zeige mir bitte das deutschsprachige
Rock-Album, auf dem der Titelsong bzw. die Single noch mal in einer zweiten
Version in der Tracklist auftaucht, die mit der ersten aber allenfalls noch den
Text gemeinsam hat.

So geschehen mit dem Abschluss-Song "Kalifornien", einer mehr als wⁿrdigen
Balladen-Antipode zum Upbeat-Ohrwurm "Nach Dem Goldrausch". Einmal mehr
prΣsentiert uns Gitarrist Deniz hier ein Gitarrensolo, das in seiner
minimalistischen, rein effektbezogenen FunktionalitΣt zahlreiche
Schrammelrock-Kollegen zurⁿck ins Kinder-Kettcar verfrachtet.

SΣnger He▀ler hingegen tut erneut alles, um dem Etikett gefⁿhlsduselig zu
entgehen, bringt gewohnt skizzenhafte, mitunter wieder arg simpel erscheinende
Zeilen zu Papier ("Ich liege neben dir und rieche an deinem Haar", "Essen,
schlafen, warten und spielen", "Ich hΣng an dir und du hΣngst an mir"), die aber
stets von der Musik aufgefangen werden. So entwickelt sich der Song "Ich HΣng An
Dir Und Du HΣngst An Mir" bald zu einer Art Refrain-Mantra, das man unbewusst
vor sich hinsummt und das gar keine anderen Worte mehr gelten lie▀e.

"Serenaden", eines meiner Album-Highlights, zeigt He▀ler dann in seinem Element:
Im lockeren Eingangs-Zweizeiler seziert er das Drama einer eingeschlafenen
Beziehung: "Ein neuer Morgen singt das alte Lied / leblos leiert unser
Frⁿhstⁿcksbeat." Kurz darauf befinden sich die armen Protagonisten "im
Seifenoperreigen", was die Band nicht daran hindert, der traurigen Thematik ein
mitrei▀endes Rhythmusfundament angedeihen zu lassen.

Nach AusfΣllen sucht man vergeblich: Einzig das forschere "Das Ist Nicht Was Ich
Will" stagniert und k÷nnte als ⁿbrig gebliebener Song von 2006 durchgehen.
Stattdessen legt die Platte deutlicher als bisher das Talent der Gruppe frei,
Melodien zu schichten, zu verschieben und sie in unerwarteten Momenten
gegeneinander prallen zu lassen.

Gerade den Leerstellen im Sound wurde hohe Aufmerksamkeit geschenkt, was Songs
wie "Ein Freak Und Ein Spinner" eine Losgel÷stheit verleiht, die beinahe schon
entmaterialisierende Wirkung erzielt. Und die Band hat so Recht, denn nichts ist
widerwΣrtiger als mit ⁿberflⁿssigen Soli vollgestopfte Songs. Wei▀ man ja
spΣtestens seit John Frusciante [...]

http://www.fotosmusik.de/


Files

PathSize
01-fotos-du_fehlst_mir.mp34,35 MB
02-fotos-nach_dem_goldrausch.mp35,43 MB
03-fotos-serenaden.mp34,28 MB
04-fotos-ein_versprechen.mp35,45 MB
05-fotos-ich_haeng_an_dir_und_du_haengst_an_mir.mp34,06 MB
06-fotos-explodieren.mp36,66 MB
07-fotos-ein_freak_und_ein_spinner.mp35,71 MB
08-fotos-das_ist_nicht_was_ich_will.mp34,28 MB
09-fotos-fotos.mp35,44 MB
10-fotos-essen_schlafen_warten_und_spielen.mp34,03 MB
11-fotos-kalifornien.mp36,98 MB