Scumbucket-Sarsaparilla-2010-gF

Section
MP3/FLAC
Group
gF
Size
61,05 MB
Files
11
Date
2010-04-19

NFO

ARTIST:       Scumbucket
TITLE:        Sarsaparilla
LABEL:        Noisolution
GENRE:        Rock
SOURCE:       CD
BITRATE:      210 kbps avg
PLAYTIME:     39:55
RELEASE DATE: 2010-00-00
RIP DATE:     2010-00-00

Track List
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1.  Staring At Open Skies            3:55
2.  Con Moto                         3:15
3.  Spitting Speed                   4:29
4.  Kennedy's Blues                  3:14
5.  The Really Nasty People Game     3:37
6.  Call Me Anyone                   3:06
7.  Billy Rubin                      3:57
8.  Recoil                           3:11
9.  Fear Falls On Deaf Ears          4:40
10. Be A Jo                          0:45
11. Pray For The Devil Ray           5:46


Release Notes:

Der Fⁿnf-Jahres-Plan

Verdammt lang her: Vor fⁿnf Jahren mischte Kurt EbelhΣuser die
hiermit offiziell vorletzte Scumbucket-Platte "Kiss than kind"
ab. Um zu veranschaulichen, wie viel Zeit seither vergangen
ist: Felix Magath triezte da noch die Spieler vom FC Bayern
Mⁿnchen, zu Scumbucket-Konzerten kamen mehr MΣdchen als zu
Tokio Hotel, und die Rezension zu "Kiss than kind" quΣlte die
besten Leser der Welt damals noch mit schwarzer Schrift auf
Dunkelstblau. Was alles nichts gross heissen muss, denn schon
damals glaubten viele, Scumbucket zum Seitenprojekt des
Blackmail-Typen EbelhΣuser degradieren zu k÷nnen. Schon
m÷glich, dass die meisten Menschen auch ab hier "Sarsaparilla"
fⁿr ein Reisgericht mit Meeresfrⁿchten halten werden - oder fⁿr
eine spanische Variante von Pilzrahmsuppe. Was soll man sagen?
Selbst schuld!

Denn auch auf Scumbuckets mittlerweile siebter Studioplatte
kann man einiges verpassen, wenn man sie nicht besitzt. Etwa
Gitarren, die sich noch trauen, Gitarren zu sein. Die niemand
verbogen, begradigt und komprimiert hat, bis man sie hinter dem
Abspann der Sportschau verstecken kann, und sei es nur in
Auszⁿgen. "Staring at open skies", wie das neunte Stⁿck auf
"Sarsaparilla" heisst, mⁿndet am Schwanzende in eine Orgie, in
der sich Gitarrensoli und Hammonds softbumsen, bis man dieser
Platte einen Ab-16-Sticker verpassen m÷chte. Und in "Pray for
the devil ray" muss man sich geschlagen geben, bei all den
B÷gen und Schlenkern, die Scumbucket um ihre Melodien fahren.

Dabei ist "Sarsaparilla" unter der Kruste aus Knarzen,
Quietschen und Feedback ohne Quatsch eigentlich die
eingΣngigste Scumbucket-Platte, die man sich kaum vorstellen
kann. Nie schluckt "Sarsaparilla" Prozac wie etwa "Aficionados"
von 2002, nie wabert "Sarsaparilla" wie "Kiss than kind" von
2005. Keine einzige Minute lassen sich Scumbucket in eine
Psychedelik-Traumwelt fallen, in der es am Horizont statt
blauem Himmel rosa Himmeltapete gibt. Und in der sie jammen,
bis der JΣgermeister alle ist - oder die Fⁿnf-Minuten-Grenze
gesprengt.

In dem strammen Format, das Scumbucket auf "Sarsaparilla"
fahren, finden Melodien mitunter ein Zuhause, wie es bei dieser
Band kaum je der Fall war. "Con moto" ist eine einzige
LiebeserklΣrung an alle Refrains und Strophen der Welt, die
Menschen je unter der Dusche geⁿbt haben. Der vierk÷pfige Chor
aus "Billy Rubin", der die Schlⁿsselzeilen schmettert, ist
alsbald zu fⁿnft. Die Bridge von "Spitting speed" dengelt wie
The Shadows. Und wΣren da nicht die Gitarren, die sich noch
trauen, auf einer Rockplatte wie Gitarren zu klingen, die
BlΣser in "Call me anyone" k÷nnten glatt die Mitgliederzahl
sΣmtlicher Musik-, Blas-, und Trachtenvereine explodieren
lassen. In fⁿnf Jahren dann vielleicht.

von Sven Cadario (www.plattentests.de)


Files

PathSize
01-scumbucket-staring_at_open_skies.mp35,87 MB
02-scumbucket-con_moto.mp34,84 MB
03-scumbucket-spitting_speed.mp37,09 MB
04-scumbucket-kennedys_blues.mp34,19 MB
05-scumbucket-the_really_nasty_people_game.mp36,10 MB
06-scumbucket-call_me_anyone.mp35,41 MB
07-scumbucket-billy_rubin.mp36,28 MB
08-scumbucket-recoil.mp34,60 MB
09-scumbucket-fear_falls_on_deaf_ears.mp37,61 MB
10-scumbucket-be_a_jo.mp3992,62 KB
11-scumbucket-pray_for_the_devil_ray.mp38,10 MB