ARTIST: Harmful
TITLE: Cause
LABEL: PIAS Recordings
GENRE: Rock
SOURCE: CD
BITRATE: 203 kbps avg
PLAYTIME: 38:39
RELEASE DATE: 2010-04-23
RIP DATE: 2010-00-00
Track List
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1. Ordinary People 3:32
2. Cause 3:13
3. Circles Of Lies 4:20
4. Exhausted 2:58
5. Innocent Hell 4:19
6. Decay 3:47
7. Turn You Down 4:27
8. Overplay 3:42
9. Passenger 5:00
10. Fingertips 3:21
Release Notes:
Der erste Blick geht ins Booklet: Ist Billy Gould noch in irgendeiner Weise
involviert in das Entstehen von "Cause"? Als ob es ein notwendiges
QualitΣtsmerkmal fⁿr eine Harmful-Platte wΣre, dass der Faith-No-More-Bassist es
produziert oder gleich noch ein paar Gitarrenspuren beisteuert. Denn schlie▀lich
wΣre Gould wohl nicht auf die Band aufmerksam geworden, wenn Harmful nur drei
mittelmΣ▀ige Rockerknaben wΣren - weshalb sich die EnttΣuschung auch sehr in
Grenzen hΣlt, als sein Name im Booklet nicht zu finden ist. Und sobald die
Scheibe sich dreht, denkt man ohnehin nicht mehr an ihn.
Vollkommen befreit von allen Spielereien, technischen Tricks oder sonstigen
Gimmicks ist "Cause" ein Skelett von einem Rockalbum, ein Statement gegen
▄berproduktion und in all seiner spartanischen Aufmachung eines, das man nicht
nur h÷ren, sondern auch fⁿhlen kann. Aren Emirze hat es nicht mal n÷tig, den
Verzerrer ganz aufzudrehen, um ⁿber zehn Songs ein Feuerwerk an Dynamik, Krach
und Direktheit loszulassen. "Exhausted" ist zur HΣlfte ein noch feuchter Brocken
aus der Magengegend und zur HΣlfte der Song, den Josh Homme seit einiger Zeit
bei den Queens Of The Stone Age nicht mehr hinbekommt, so perfekt changiert er
zwischen Noisesumpf und Stonerwⁿste. "Innocent hell" wagt sich ein Stⁿck zu weit
in Richtung massentauglicher Energie und l÷st sich am Ende wie zur Strafe dafⁿr
in einem einzigen Rauschen auf.
Mehr Ecken und Kanten kann Rockmusik kaum haben. Harmful wandeln wieder auf den
Spuren von von Bands wie The Jesus Lizard, McLusky oder Drive Like Jehu und
machen m÷glichst viel Krach mit m÷glichst wenig Ausstattung und m÷glichst viel
KreativitΣt. Dabei geht der Band die EingΣngigkeit nicht grundsΣtzlich ab. Es
ist nur so, dass der H÷rer sich durch eine hartnΣckige Hⁿlle aus
leidenschaftlichem Noiserock kΣmpfen muss, um an den Melodiekern zu gelangen.
Manchmal verbirgt der sich wie in "Decay" zwischen bedrohlich-kreischenden
GitarrenwΣnden, manchmal unter einem knorrigen Rhythmus-Gebilde wie in "Turn you
down".
Die gro▀artigsten Momente hat "Cause" immer dann, wenn das Live-Spiel im Studio
in den Vordergrund drΣngt. Momenten wie der halbimprovisierten Soloexplosion am
Ende von "Overplay" oder der unergrⁿndlichen Weite zu Beginn von "Passenger"
wohnt eine Energie inne, die nur wenige Bands im 16. Jahr noch festhalten
k÷nnen. Und diesen Billy Gould hat man dann bereits lange vergessen.
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