Kleinstadthelden - Osterholz-Scharmbeck
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Label : Moosbeach/Rough Trade
Style : Punk Rock
Grabber: EAC
Encoder: LAME 3.97
Quality: avg. 196kbps/ 44,1kHz
Reldate: 09.13.2010
Street : 09.10.2010
Songs : 12
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Release Notes:
Das zweite Album der kleinstadthelden heisst
"Osterholz-Scharmbeck". Was es mit dem Titel auf sich hat? Ganz
einfach: "Osterholz-Scharmbeck" ist eine kleine Stadt bei Bremen,
die Heimatstadt der kleinstadthelden. Der Ort, an dem alles begann.
Und an dem jetzt wieder alles passiert. Die Bandmitglieder wohnen
inzwischen alle in Bremen, aber ihren Proberaum und ihr Studio
haben sie immer noch dort draussen. Da, wo sie herkommen.
Dabei gibt die Historie der Band nicht erst seit ihrem Debuetalbum
"Resignation und Aufstehen" (2008) eigentlich eine ganz andere
Richtung vor als die Rueckbesinnung auf die Wurzeln.
"Rausrausraus!" ist das Motto der ersten Jahre. Und auch jetzt
noch: "Rennen" nicht umsonst der rockige, nach vorne preschende
Opener der neuen Platte. Hier formulieren sie es selber so: "Wer
vorn liegt, ist fuer gewoehnlich auch weiter. Deswegen rennen,
rennen, rennen wir."
Genau das zeichnet die Band schon immer aus: Nicht auf der Stelle
treten wollen, sondern vorwaertskommen. Dem ewigen Diktat des "Tick
Tack" entfliehen, mit dem der Wecker immer gleiche Tage einlaeutet.
Sich nicht zufriedengeben damit, dass der Zeiger der Uhr das
Einzige ist, was im eigenen Leben rund laeuft. Dieser zweite Song
der Platte zeigt die neuen Staerken der kleinstadthelden: Eine
Reduktion auf das Wesentliche, eine neue Transparenz, die dem Song
und der Geschichte Platz laesst, damit sie ihre volle Wirkung
entfalten. Luftige Akustikgitarren, ein straighter Beat, ein
treibender Bass, eine wunderschoen zurueckhaltend vorgetragene
Gesangslinie. Mehr braucht es nicht.
Dass sie bei aller Reduktion aber auch immer noch wissen, was
Vollgas bedeutet, zeigt "Indie Boys", mit dem sie ihr Bundesland
Bremen beim Bundesvision Song Contest 2010 vertreten werden. Fuer
die Produktion holten sie sich mit Oliver Pinelli (In Extremo, Der
Graf/Unheilig, Cassandra Steen, ...) erstmals einen Aussenstehenden
in ihr kleines Studio, der dem Song den letzten Schliff gab.
Herausgekommen ist ein Indie-Club-Tanzflaechen-Smasher, der zum
Feiern geradezu herausfordert. Doch wer genau hinhoert, merkt: Auch
dieser Song hat ein Anliegen abseits von guter Laune und Feierei.
Er ist ein Plaedoyer fuer ein Miteinander der Jugendkulturen. Denn
muss es eigentlich sein, dass mir jemand sagt, welche Platten ich
zu hoeren und was ich abzufeiern habe? Muessen die Kreise so eng
sein?
Vielleicht ist das sogar der rote Faden des neuen Albums:
Jugendlicher Sturm und Drang mit hanseatischer Nachdenklichkeit.
Die kurze Romantik des Innehaltens, nachdem man ueber die ersten
Steine des Lebens gestolpert ist. Immer noch mit Macht hinaus, aber
gleichzeitig ein Ueberdenken des Status quo. Es gibt immer die zwei
sprichwoertlichen Seiten der Medaille.
Exemplarisch greift das "Nicht nur" auf, einer der starken ruhigen
Songs des neuen Silberlings: "Nicht nur Gutes, auch die Wahrheit
gefunden. Nicht nur Worte, auch Nerven verloren. Nicht nur Wunden,
auch Herzen verbunden. Nicht nur gestorben, auch neu geboren. Eine
traurige Geschichte von einer verlorenen Liebe, aber der Kopf
bleibt immer ueber Wasser. Wenn man ein zweites Mal genau hinhoert,
steckt die Nachdenklichkeit sogar auch schon im Opener "Rennen":
"Doch wer misst Gefuehle aus? Und wer faehrt uns nach Haus?
Vier Freunde erzaehlen hier von Dingen, die sie bewegen. Dabei geht
es auch um die Freundschaft selber. Um das, was sie einem geben
kann. Und vielleicht auch um das, was sie einem nehmen kann.
"Blutsbrueder" ist so eine Erzaehlung: "Wir wollten Blutsbrueder
sein. Und waren dann doch zu feige. Haben wir damals schon geahnt,
dass man immer was vermisst? Und nicht versiegelt, was noch ist."
Die vier Jungs sind mit ihrer Band aus der kleinen Stadt schon
weite Wege gegangen, alleine fuer ihre ueber 150 Konzerte haben sie
Kilometer um Kilometer gefressen, jeder neue Tag ein neuer
Eindruck. Und dann sind sie sich doch wieder zurueckgekommen und
haben sich wochenlang in ihrem kleinen Studio in
Osterholz-Scharmbeck eingeschlossen, um diese, ihre zweite Platte
aufzunehmen.
Manchmal muss man wohl im Kreis gehen, um weiterzukommen. Man wird
naemlich erstaunt feststellen, dass dieser neue Kreis viel weiter
geworden ist als die frueheren Kreise, in denen man sich bewegt
hat. Und man versteht, dass auch jeder weitere Ring noch weiter
draussen liegen wird als der vorherige. Der Mittelpunkt bleibt
jedoch immer der gleiche. Denn wohin die Wege auch fuehren: Das
Herz weiss immer, wo man herkommt.
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01. Rennen 03:17
02. Tick Tack 03:13
03. Indie Boys 02:49
04. Nicht nur 03:03
05. Winter im Juli 03:19
06. Voegel 03:13
07. Blutsbrueder 04:02
08. Minilieb 03:16
09. Mein Freund 03:54
10. Geschichten von Dir 03:33
11. Spur 03:44
12. Wofuer? Egal! 02:33
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Total
39:56 min