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| Artist : Franz Kafka |
| Album : F10 - Der Prozess |
| Bitrate : 184 kbps |
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+-------------------------------[Release Info]-------------------------------+
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| Source : CD |
| Label : BR |
| Year : 2011 |
| Genre : Speech |
| Ripper : kooba |
| Rip date : 05-01-2011 |
| Store date : 05-01-2011 |
| Rip tool : EAC |
| Encoder : LAME v3.97 -V2 --vbr-new%s%d |
| Size : 68.32 megs |
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+--------------------------------[Track List]--------------------------------+
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| 1. F10 - Der Prozess 49:29 |
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| 49:29 |
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+-------------------------------[Release Notes]------------------------------+
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| Regisseur(e): Klaus Buhlert |
| Inhaltsangabe: 1925, ein Jahr nach Kafkas Tod erschien im Berliner |
| Verlag Die Schmiede der "Roman" Der Prozess. Die Zusammenstellung dieser |
| Erstausgabe besorgte Kafkas Freund Max Brod. Mit ihrer Ver÷ffentlichung |
| "avancierte Kafka zum Romancier mit Weltruhm" (Roland Reu▀). |
| Der Process aber ist Fragment geblieben. Kafka hinterlie▀ eine nicht |
| nummerierte, auf 16 Konvolute verteilte Handschrift. Doch dies hat bei |
| einer breiten Leserschaft die Wahrnehmung eines geschlossenen Werks mit |
| Anfang, Mitte und Ende nicht verhindert. Die Editionsgeschichte des |
| "Romans" steht exemplarisch fⁿr Rezeptionsgewohnheiten und Erwartungen |
| an Literatur. Mit der Wandlung solcher Konventionen und Haltungen |
| er÷ffnen sich neue M÷glichkeiten zur Anerkennung offener literarischer |
| Strukturen, komplizierter Entstehungsgeschichten und Schreibprozesse. |
| Editionspraxis und Textforschung in Bezug auf Kafkas Werk |
| veranschaulichen dies deutlich. Die BR-H÷rspielproduktion Der Process, |
| die in ihrer Textgrundlage von den Handschriften Kafkas bzw. ihrer |
| Umschrift ausgeht und sich auf die historisch-kritische Ausgabe des |
| Verlags Stroemfeld/Roter Stern stⁿtzt, versteht sich als eine |
| Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Josef K. wird der |
| Prozess gemacht. Er wei▀ nicht wofⁿr, jemand muss ihn verleumdet haben. |
| Und dennoch akzeptiert K. die Sachlage. Er erkennt die beiden WΣchter, |
| die ihn in Gewahrsam nehmen wollen, als AutoritΣten an, leistet der |
| ersten Vorladung vor das Gericht Folge und findet sich sogar ein zweites |
| Mal unaufgefordert zum Verh÷r ein. Er will dem undurchdringlichen |
| Gerichtswesen auf den Grund gehen und sucht fachkompetente Unterstⁿtzung |
| beim Advokaten Huld, der Frau des Gerichtsdieners oder dem Gerichtsmaler |
| Titorelli. Im Verh÷r beschimpft Josef K. das Gericht als Instanz |
| absoluter Sinnlosigkeit und trifft damit wom÷glich seinen Kern und im |
| selbstbetriebenen Fortgang des Prozesses verwirklicht sich schlie▀lich |
| ein Gesetzt, das nicht die Schuld sucht, sondern von ihr angezogen wird. |
| Josef K. macht sich selbst den Prozess, stellt sich - dem Autor nicht |
| unΣhnlich - unter einen Generalverdacht der Schuld. Am Ende fΣllt K. |
| diesem Prozess zum Opfer und willigt in die Exekution ein. |
| Schon eine kurze Handlungszusammenfassung lΣuft Gefahr, eine ErzΣhlung |
| linear und chronologisch-kausal nachvollziehbar zu machen, die fⁿr den |
| Leser gerade gegensΣtzliche Erfahrungen bereit hΣlt, nΣmlich |
| Unaufl÷sbarkeit von Leerstellen und Offenheit von Sinn. Noch weniger |
| trΣgt sie der Entstehung des Werkes Rechnung, die weit entfernt ist von |
| einer systematisch-linearen Vorgehensweise des Autors. Kafka hatte bei |
| der Niederschrift zwar den Rahmen abstecken wollen, doch der |
| Schreibprozess, der sich zwischen August 1914 und Januar 1915 |
| erstreckte, verlief nie stringent. Der Autor arbeitete parallel an |
| mehreren Kapiteln, schrieb unregelmΣ▀ig in verschiedenen Heften |
| gleichzeitig und sortierte die einzelnen Textteile immer wieder in neue |
| Konvolute um, ohne dabei eine verbindliche Reihenfolge festzulegen. Eine |
| ebenso radikale wie ⁿberzeugende Umgangsform mit den Manuskripten fanden |
| 1997 Roland Reu▀ und Peter Staengle in der historisch- kritischen |
| Ausgabe sΣmtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte im Verlag |
| Stroemfeld/Roter Stern. Dem Fragmentcharakter des Werkes und dem |
| Schriftbild mit zahlreichen Korrekturen Rechnung tragend, werden die |
| handschriftlichen Manuskriptseiten neben ihre typographische Umschrift |
| gestellt und die ⁿberlieferten Konvolute als solche, nΣmlich in |
| separaten Heften ohne endgⁿltige Abfolge, publiziert. Diese Edition und |
| ihr Konzept, die VariabilitΣt eines Werkes transparent zu machen, ist |
| Ausgangspunkt der BR-H÷rspielproduktion, die sich dementsprechend nicht |
| als Adaption oder Dramatisierung begreift. |
| Insgesamt acht Schauspieler stellen sich mit ihren Interpretationen den |
| Herausforderungen dieses Projekts. Reduktion und Konzentration der |
| audiokⁿnstlerischen Mittel sollen die Eigenarten des kafkaschen Stils |
| und seiner Sprache h÷rbar machen. Wie bei den handschriftlichen |
| Manuskripten und ihrer Edition im Medium Buch, so vermitteln sich in den |
| akustischen Lesarten sprachliche Suchbewegungen. |
| Der zwangslΣufig linearen Anordnung der einzelnen Teile in der Sendung |
| steht der Download im H÷rspiel Pool gegenⁿber. Das Konzept, 16 files |
| ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der Ausgabe |
| im Verlag Stroemfeld. Diesem Prinzip wird auch die H÷rbuch-Edition |
| folgen, die 2011 im H÷rverlag erscheinen wird. |
| Mitwirkende: Rufus Beck, Samuel Fintzi, Corinna Harfouch, Jⁿrgen Holtz, |
| Milan Peschel, Jeanette Spassova, Thomas Thieme, Manfred Zapatka |
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