Franz_Kafka_-_F08_-_Der_Prozess-SAT-DE-Audiobook-2011-kooba

Section
MP3/FLAC
Group
kooba
Size
0 B
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0
Date
2011-01-05

NFO

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             is trying to add the missing pieces with:

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|   Artist  : Franz Kafka                                                    |
|   Album   : F08 - Der Prozess                                              |
|   Bitrate : 160 kbps                                                       |
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+-------------------------------[Release Info]-------------------------------+
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|   Source     : CD                                                          |
|   Label      : BR                                                          |
|   Year       : 2011                                                        |
|   Genre      : Speech                                                      |
|   Ripper     : kooba                                                       |
|   Rip date   : 05-01-2011                                                  |
|   Store date : 05-01-2011                                                  |
|   Rip tool   : EAC                                                         |
|   Encoder    : LAME v3.97 -V2 --vbr-new%s%d                                |
|   Size       : 59.47 megs                                                  |
|                                                                            |
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|  1.  F08 - Der Prozess                                             49:20   |
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|                                                                            |
+-------------------------------[Release Notes]------------------------------+
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|  Regisseur(e): 	Klaus Buhlert                                              |
|  Inhaltsangabe: 	1925, ein Jahr nach Kafkas Tod erschien im Berliner       |
|  Verlag Die Schmiede der "Roman" Der Prozess. Die Zusammenstellung dieser  |
|  Erstausgabe besorgte Kafkas Freund Max Brod. Mit ihrer Ver÷ffentlichung   |
|  "avancierte Kafka zum Romancier mit Weltruhm" (Roland Reu▀).              |
|  Der Process aber ist Fragment geblieben. Kafka hinterlie▀ eine nicht      |
|  nummerierte, auf 16 Konvolute verteilte Handschrift. Doch dies hat bei    |
|  einer breiten Leserschaft die Wahrnehmung eines geschlossenen Werks mit   |
|  Anfang, Mitte und Ende nicht verhindert. Die Editionsgeschichte des       |
|  "Romans" steht exemplarisch fⁿr Rezeptionsgewohnheiten und Erwartungen    |
|  an Literatur. Mit der Wandlung solcher Konventionen und Haltungen         |
|  er÷ffnen sich neue M÷glichkeiten zur Anerkennung offener literarischer    |
|  Strukturen, komplizierter Entstehungsgeschichten und Schreibprozesse.     |
|  Editionspraxis und Textforschung in Bezug auf Kafkas Werk                 |
|  veranschaulichen dies deutlich. Die BR-H÷rspielproduktion Der Process,    |
|  die in ihrer Textgrundlage von den Handschriften Kafkas bzw. ihrer        |
|  Umschrift ausgeht und sich auf die historisch-kritische Ausgabe des       |
|  Verlags Stroemfeld/Roter Stern stⁿtzt, versteht sich als eine             |
|  Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Josef K. wird der   |
|  Prozess gemacht. Er wei▀ nicht wofⁿr, jemand muss ihn verleumdet haben.   |
|  Und dennoch akzeptiert K. die Sachlage. Er erkennt die beiden WΣchter,    |
|  die ihn in Gewahrsam nehmen wollen, als AutoritΣten an, leistet der       |
|  ersten Vorladung vor das Gericht Folge und findet sich sogar ein zweites  |
|  Mal unaufgefordert zum Verh÷r ein. Er will dem undurchdringlichen         |
|  Gerichtswesen auf den Grund gehen und sucht fachkompetente Unterstⁿtzung  |
|  beim Advokaten Huld, der Frau des Gerichtsdieners oder dem Gerichtsmaler  |
|  Titorelli. Im Verh÷r beschimpft Josef K. das Gericht als Instanz          |
|  absoluter Sinnlosigkeit und trifft damit wom÷glich seinen Kern und im     |
|  selbstbetriebenen Fortgang des Prozesses verwirklicht sich schlie▀lich    |
|  ein Gesetzt, das nicht die Schuld sucht, sondern von ihr angezogen wird.  |
|  Josef K. macht sich selbst den Prozess, stellt sich - dem Autor nicht     |
|  unΣhnlich - unter einen Generalverdacht der Schuld. Am Ende fΣllt K.      |
|  diesem Prozess zum Opfer und willigt in die Exekution ein.                |
|  Schon eine kurze Handlungszusammenfassung lΣuft Gefahr, eine ErzΣhlung    |
|  linear und chronologisch-kausal nachvollziehbar zu machen, die fⁿr den    |
|  Leser gerade gegensΣtzliche Erfahrungen bereit hΣlt, nΣmlich              |
|  Unaufl÷sbarkeit von Leerstellen und Offenheit von Sinn. Noch weniger      |
|  trΣgt sie der Entstehung des Werkes Rechnung, die weit entfernt ist von   |
|  einer systematisch-linearen Vorgehensweise des Autors. Kafka hatte bei    |
|  der Niederschrift zwar den Rahmen abstecken wollen, doch der              |
|  Schreibprozess, der sich zwischen August 1914 und Januar 1915             |
|  erstreckte, verlief nie stringent. Der Autor arbeitete parallel an        |
|  mehreren Kapiteln, schrieb unregelmΣ▀ig in verschiedenen Heften           |
|  gleichzeitig und sortierte die einzelnen Textteile immer wieder in neue   |
|  Konvolute um, ohne dabei eine verbindliche Reihenfolge festzulegen. Eine  |
|  ebenso radikale wie ⁿberzeugende Umgangsform mit den Manuskripten fanden  |
|  1997 Roland Reu▀ und Peter Staengle in der historisch- kritischen         |
|  Ausgabe sΣmtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte im Verlag        |
|  Stroemfeld/Roter Stern. Dem Fragmentcharakter des Werkes und dem          |
|  Schriftbild mit zahlreichen Korrekturen Rechnung tragend, werden die      |
|  handschriftlichen Manuskriptseiten neben ihre typographische Umschrift    |
|  gestellt und die ⁿberlieferten Konvolute als solche, nΣmlich in           |
|  separaten Heften ohne endgⁿltige Abfolge, publiziert. Diese Edition und   |
|  ihr Konzept, die VariabilitΣt eines Werkes transparent zu machen, ist     |
|  Ausgangspunkt der BR-H÷rspielproduktion, die sich dementsprechend nicht   |
|  als Adaption oder Dramatisierung begreift.                                |
|  Insgesamt acht Schauspieler stellen sich mit ihren Interpretationen den   |
|  Herausforderungen dieses Projekts. Reduktion und Konzentration der        |
|  audiokⁿnstlerischen Mittel sollen die Eigenarten des kafkaschen Stils     |
|  und seiner Sprache h÷rbar machen. Wie bei den handschriftlichen           |
|  Manuskripten und ihrer Edition im Medium Buch, so vermitteln sich in den  |
|  akustischen Lesarten sprachliche Suchbewegungen.                          |
|  Der zwangslΣufig linearen Anordnung der einzelnen Teile in der Sendung    |
|  steht der Download im H÷rspiel Pool gegenⁿber. Das Konzept, 16 files      |
|  ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der Ausgabe   |
|  im Verlag Stroemfeld. Diesem Prinzip wird auch die H÷rbuch-Edition        |
|  folgen, die 2011 im H÷rverlag erscheinen wird.                            |
|  Mitwirkende: 	Rufus Beck, Samuel Fintzi, Corinna Harfouch, Jⁿrgen Holtz,  |
|  Milan Peschel, Jeanette Spassova, Thomas Thieme, Manfred Zapatka          |
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