Artist : Thomas Meinecke & Move D
Title : Work
Genre : Electronic
Year : 2009
Date : 05/2011
Bitrate : VBR kbps
Tracks : 14
Label : Intermedium Records
Source : CDDA
Encoder : Lame 3.98.4
Length : 50:02 min
Size : 85,9 MB
Tracklist:
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01.untitled 00:26
02.say my name 04:19
03.untitled 01:01
04.(time to) work the box 06:25
05.untitled 00:40
06.bounce 04:29
07.untitled 01:33
08.work me (that's fierce) 06:09
09.untitled 01:02
10.why you lookin' at me_ 05:40
11.untitled 01:18
12.shake 08:30
13.untitled 00:49
14.work me (please don't stop) 07:41
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50:02 min
Bereits in den 1920er Jahren konnte man
in den USA eine etymologische
Vermischung der SphΣren Arbeit und Liebe
wahrnehmen, als nΣmlich sogenannte
working girls (junge, berufstΣtige
Frauen, meistens Angestellte in Bⁿros,
die kurze Kleider trugen, noch kⁿrzere
Haare, und in der ╓ffentlichkeit
rauchten) nicht nur den ersten breiten,
unⁿbersehbaren Schwung mit bislang
unbekannter SouverΣnitΣt ⁿber ihre
SexualitΣt verfⁿgender Frauen (mehr als
nur soziologisch) markierten, sondern im
gemeinen Umgangston konnte working girl
stets auch eine Prostituierte bedeuten.
Im subkulturellen Jive bildete sich die
Silbe work zunehmend zu einer Vokabel
fⁿr selbstbestimmte, nicht selten
sexuell dissidente AktivitΣten aus, bis
sie in der ⁿberwiegend queeren, zumeist
lateinamerikanischen Subkultur der (von
Judith Butler und Madonna
glorifizierten) voguenden BallsΣle
Spanish Harlems zu einem zentralen
Terminus wurde. You Better Work hie▀ der
Refrain des Superhits Supermodel der
drag queen RuPaul, und das war wirklich
nicht als Aufruf zur Arbeitsmoral der
white anglo-saxon protestant (WASP)
society der USA gemeint (der
dazugeh÷rige Videoclip wurde in New
Yorks fⁿr seine schrΣgen
Bordsteinschwalben berⁿchtigtem meat-
packing district gedreht). Die
Underground House Music New Yorks,
Chicagos Booty Bass oder Detroits
Ghetto-Tech nutzt die Vokabel bis heute
im Kontext kaum verhohlener sexueller
Metaphern (work my body over), die hier
aber, zumal oft sehr dialektisch bipolar
kodiert, nicht dem (handels)ⁿblichen
Sexismus dienen, sondern (im Dreieck der
Diffamierungen race, class and gender)
kritisches Potential entfalten. David
Moufang und Thomas Meinecke haben sich
durch das Repertoire dieser aufregenden
Musik ge-arbeitet und aus unzΣhligen
Samples, gepaart mit Aussagen
einschlΣgig Involvierter (dance
veterans, drag queens, DJs), auch ihren
eigenen Stimmen und Instrumenten, einen
hypnotischen Mix produziert. Andere
RΣume, andere Stimmen.
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